14 Jahre im Schrank: Wie 26 Karat aus Rio bei „Bares für Rares“ landeten

 



Monika bringt geerbten Aquamarin-Schmuck zu „Bares für Rares“. Was die Händler am Ende zahlen, überrascht.

Wenn eine Tante stirbt und Schmuck hinterlässt, liegt der meistens erst mal jahrelang irgendwo. Zu schade zum Tragen, zu wertvoll zum Wegwerfen. Monikas Tante starb 2012. Vierzehn Jahre später bringt sie das Armband zu „Bares für Rares“, zusammen mit ihrer Tochter Rosalie. Dazu ein Paar Ohrstecker.

Aquamarin-Armband bei „Bares für Rares“ kommt aus Rio de Janeiro

Es ist ein Rivière-Armband, also eine Reihe gleich großer Steine, dicht an dicht. 22 Aquamarine sitzen darauf, zusammen etwa 26 Karat, gefasst in 750er-Gelbgold. Die Ohrstecker sind aus Weißgold, mit rund sieben Karat Aquamarin und acht kleinen Brillanten von zusammen 0,40 Karat.

Aquamarin-Schmuck-Set
22 Aquamarine an einem Armband, zusammen rund 26 Karat Foto: Screenshot ZDF

Woher das Armband kommt, steht darauf. Es ist signiert, und die Signatur führt zu H. Stern in Rio de Janeiro. Experte Patrick Lessmann ordnete die Stücke den sechziger und siebziger Jahren zu. Bei den Ohrsteckern fehlt ein Herstellerstempel, sie wurden irgendwann umgearbeitet.

Bieten bei „Bares für Rares“ beginnt weit unter der Schätzung

Lessmann taxierte das Set auf 3.500 bis 3.800 Euro. Im Händlerraum lag das erste Gebot bei 1.300 Euro, gut ein Drittel davon.

Dann ging es aufwärts. 2.500 Euro standen im Raum, bevor Lisa 3.000 Euro für beide Stücke bot. Dabei blieb es. Das sind 500 Euro weniger als die Expertise für möglich hielt.

Diamant-Konvolut bei „Bares für Rares“ blieb ebenfalls unter der Schätzung

So läuft es öfter, als die Sendung vermuten lässt. Eine Studentin aus Bonn und ihre Mutter aus Aachen brachten drei Stücke mit: einen Platinring aus den späten dreißiger Jahren, eine Diamantbrosche und ein Armband, in dessen Mitte ein ehemaliger Ringkopf steckt. Zusammen sechs bis sieben Karat Diamanten.

Vorgestellt hatten sich die beiden 8.000 Euro. Die Expertise kam auf 6.500 bis 7.000 Euro. Am Ende zahlte ein Händler 5.700 Euro. Auch das lag unter der Schätzung, und zwar deutlicher.

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