Merke: Wenn man bei „Bares für Rares“ mit seiner Sammlung einen guten Preis erzielen möchte, dann sollte sie auch komplett sein.
Für viele ist eine Sammlung erst dann interessant, wenn sie auch komplett ist. Das gilt für Schallplatten genauso wie für Spielwaren oder Porzellan. Diese Erfahrung musste Verkäufer Bokar Sy machen, der bei „Bares für Rares“ ein Porzellan-Service aus Meißen verkaufen wollte.
Schon bei der Expertise durchvfolgte die erste Enttäuschung. 10.000 Euro hätte das Service erzielen können, wenn es denn vollständig wäre. Das war es aber leider nicht, denn die Suppenterrine fehlte. Wer meint, dieses kleine Detail sei zu vernachlässigen, der irrt leider gewaltig. Ohne das fehlende Teil wurde das Porzellan nur noch auf 2.000 Euro geschätzt. Das sei immerhin noch ein annehmbarer Preis, schließlich sind die Zeiten, in denen das edle Geschirr gar als Geldanlage fungierte, längst vorbei.
Trotz der schlechten Nachrichten nahm der Verkäufer die Händlerkarte an, schließlich lag seine Schmerzgrenze bei bescheidenen 1.400 Euro. Doch auch die sollten im Händlerraum nicht zu erzielen sein.

© ZDFBlumig, aber leider nicht mehr gut verkäuflich

Trotz bescheidenem Wunschpreis: Kein Verkauf im Händlerraum
im Händlerraum lief es im Anschluss noch bescheidener. Walter Lehnertz und Susanne Steiger zeigten von vornherein kein Interesse, Daniel Meyer gab mit glatten 1.000 Euro das höchste Gebot der Runde ab. Darauf ließ sich Bokar Sy nicht ein und nahm sein Service wieder mit nach Hause. Dieser zweite Dämpfer war dann doch einer zu viel.
Das Konzept hat sich bis heute nicht verändert. Menschen wie Rolf Jansen lassen ihre Ware von Sachverständigen bewerten und feilschen dann im Händlerraum um den Verkaufspreis. Bei Meissner Porzellan stehen die Chancen auf einen Verkauf mittlerweile nicht mehr so gut.
