Der „Bares für Rares“-Händler Anaisio Guedes sitzt jetzt auch in Paris am Tisch. Dorthin gekommen ist er auf eigene Faust.
Anaisio Guedes kennen die Zuschauer aus „Bares für Rares“. Hamburger Kunsthändler, seit Jahren am Tisch im ZDF. Was kaum jemand weiß: Mit 19 verließ er Brasilien, hatte eine Zusage von einer Schauspielschule und ein Ziel. Irgendwann in Paris vor einer Kamera stehen. Daraus wurde nichts.
Vergangene Woche hat es doch geklappt. Mit über 30 Jahren Verspätung und ohne Drehbuch.
„Bares für Rares“-Händler Anaisio Guedes sitzt jetzt auch in Frankreich
„Affaire conclue“ heißt die Sendung auf France 2, die französische Version von „Bares für Rares“. Gleicher Ablauf, gleiche Händlerrunde. Am Mittwoch lief seine erste Folge. Zur selben Zeit war er im ZDF zu sehen. „Das ist ein riesiger Zufall“, sagt Guedes der „Mopo“.

Der Rest war kein Zufall. Die Franzosen hatten ihn nicht gefragt, er hatte sich beworben. „Ich habe eine Bewerbung geschickt und wurde angenommen.“ Sechs Monate dauerte es bis zur Zusage.
Anaisio Guedes musste sich in Paris zwicken
Am Drehtag fiel es ihm schwer zu glauben, dass er wirklich da war. „Ich musste mich manchmal wirklich zwicken, damit ich merke, dass ich wirklich vor Ort war.“ Paris kennt er gut, über 50 Mal war er dort. Seine Tochter feierte in der Stadt ihren ersten Geburtstag, die Hochzeitsreise ging ebenfalls dahin.
Die Arbeit selbst war ihm vertraut. „Das ist das gleiche Format, halt nur in einer anderen Sprache.“ Französisch spricht er, seit er mit 19 eine Weile in Belgien lebte. Dazu Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Spanisch.
Ein Unterschied fiel ihm sofort auf. Bei „Bares für Rares“ werden an einem Drehtag zwölf Objekte verhandelt. Bei „Affaire conclue“ sind es 25.
Anaisio Guedes will noch ein drittes Land
Aus dem einen Auftritt sind Termine geworden. Allein im September läuft er viermal in Frankreich, Mitte des Monats fährt er wieder nach Paris zum Drehen. Bleiben will er auf jeden Fall. „Wenn das schon immer ein großer Traum war und wenn man schon einmal den Geschmack bekommen hat und es schmeckt, warum sollte man das lassen?“
Und dann hätte er gern noch ein drittes Land. Eine Ausgabe auf Portugiesisch oder Englisch, also Portugal oder Großbritannien. Fest ist nichts. „Ich werde mir Mühe geben, dass ich noch ein drittes Land machen darf.“
Fabian Kahl bleibt bei „Bares für Rares“
Weg will von der Sendung gerade ohnehin niemand. Fabian Kahl ist seit dem Start 2013 dabei, und obwohl sich bei ihm privat viel geändert hat, bleibt er. „Da ist kein Ende in Sicht“, sagte er zuletzt über seine Zukunft im ZDF.
Am 11. Juni kam sein Sohn zur Welt, das erste Kind mit seiner Partnerin Yvonne Arnolds. Aus Leipzig ist das Paar nach Rheinland-Pfalz gezogen. „So ein kleines Baby berührt das Herz. Ich bin total gerne Vater“, sagte Kahl in der „Landesschau Rheinland-Pfalz“.
