Sieben Diamanten, die wie einer wirken. Was Regina bei „Bares für Rares“ auf den Tisch legt, hat sie deutlich unterschätzt.
Ein Erbstück im Schrank, von dem man nichts weiß. Nicht, woher es kommt, nicht, was es wert ist. Regina aus Hamburg ging es so. Sie bekam den Ring 1995 von einer guten Bekannten ihrer Eltern. Mehr wusste sie nicht. Bei „Bares für Rares“ hat sie ihn Horst Lichter gezeigt.
Diamantring bei „Bares für Rares“ täuscht das Auge
Auf den ersten Blick sitzt in der Mitte ein großer Diamant. Das stimmt nicht. Expertin Heide Rezepa-Zabel zeigte, was dort wirklich verbaut ist: sieben kleine Diamanten, zu einem Mosaik zusammengesetzt. Wer nicht genau hinsieht, hält sie für einen einzigen Stein.

Drumherum sitzen Brillanten und Achtkantdiamanten, zusammen etwa 0,36 Karat. Die Schienen laufen speichenartig nach außen und sind ebenfalls besetzt. Die Expertin fühlte sich an ein Sonnenrad erinnert. Das Ergebnis ist ein Ring, der bei jeder Bewegung Licht in alle Richtungen wirft.
Regina schätzt ihren Ring bei „Bares für Rares“ zu niedrig ein
Gefertigt wurde er in den sechziger Jahren in Deutschland, aus 585er-Gelbgold, von Hand. Einen Hersteller konnte Rezepa-Zabel nicht sicher bestimmen. An der Verarbeitung ließ sie dagegen keinen Zweifel.
Dann kam die Frage nach dem Wunschpreis. Regina sagte 700 Euro. Das ist wenig. Allein das Gold ist rund 650 Euro wert, für die Arbeit und die Steine bliebe damit fast nichts übrig. Rezepa-Zabel taxierte den Ring auf 1.000 bis 1.200 Euro. Die Händlerkarte nahm Regina danach gern.
Im Händlerraum ging es schnell nach oben. Von 700 Euro auf 1.000, dann auf 1.350. Schmuckhändlerin Susanne wollte den Ring, Anaisio Guedes auch. Er bekam den Zuschlag und zahlte damit 150 Euro mehr, als die Expertin für möglich gehalten hatte.
Rosenbrosche bei „Bares für Rares“ verbirgt eine Mechanik
Schmuck, der sein Können erst auf den zweiten Blick zeigt, gab es in der Sendung schon einmal. Petra brachte eine goldene Rosenknospe mit, ein Erbstück aus der Familie ihres Mannes. Geschlossen sah sie aus wie ein hübsches Stück Gold. Expertin Wendela Horz öffnete die Blüte, und darunter lagen Diamanten auf kleinen Federstäbchen, die bei jeder Bewegung mitzittern.
Jedes Blütenblatt hängt an einem Kugelgelenk und lässt sich einzeln bewegen. Wer reden will, macht die Rose auf. Wer seine Ruhe will, lässt sie zu. Gefertigt hat sie ein Pariser Goldschmied in den fünfziger Jahren. Petra bekam 3.550 Euro dafür und lag damit über der Expertenschätzung.
