Trotz Riss im Smaragd: Händler springen bei „Bares für Rares“ an

 



Susanne aus Köln hat für ihren Schmuck eine klare Summe im Kopf. Ob die Händler bei „Bares für Rares“ mitgehen?

Manche Schmuckstücke sind zu schade zum Wegwerfen und werden trotzdem nie getragen. Genau so lief es bei Susanne aus Köln. Ihr Ring und ihr Armreif lagen jahrelang in der Schublade, bis sie sich entschied, beides zu „Bares für Rares“ zu bringen.

Smaragde bei „Bares für Rares“ mit einem Haken

Bekommen hatte Susanne den Schmuck vor mindestens 25 Jahren von ihrer Mutter, ersteigert hatte ihn ursprünglich ihr Vater. Getragen wurde er kaum, und genau das stört sie: Das Set verdiene mehr Aufmerksamkeit, allerdings in anderen Händen.

Smaragdarmband
Der Armreif besteht aus 14-karätigem Gold und ist mit Smaragden besetzt Foto: Screenshot ZDF

Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel ordnet den Ring den 1960er- oder 1970er-Jahren zu. Er besteht aus 585er-Weißgold und trägt einen tropfenförmigen Smaragd-Cabochon, wie er damals typisch war. Insgesamt kommen die Smaragde auf 5,89 Karat, allein der Mittelstein macht rund 4,4 Karat aus. Der Haken: Dieser große Stein hat mehrere Spannungsrisse und ist nicht mehr vollständig durchsichtig. Die kleineren Steine ringsum gleichen das optisch aus.

Expertise liegt genau im Rahmen des Wunschpreises

Der Armreif passt dazu. Er besteht aus 14-karätigem Gold und ist ebenfalls mit Smaragden und Brillanten besetzt. Alle Steine sind vorhanden, allerdings hat das Stück einen leichten Drall.

Susanne wünscht sich 3.000 Euro für das Set. Allein der Goldankaufswert liegt bei rund 1.550 Euro, die Expertin taxiert beide Stücke zusammen auf 2.400 bis 3.000 Euro. Damit liegt ihr Wunsch genau am oberen Rand – und die Hoffnung auf den vollen Betrag bleibt.

Susanne Steiger sichert sich das Set

Im Händlerraum startet das Bieten bei soliden 2.000 Euro und klettert schnell auf 2.800 Euro. Zum Stolperstein wird ausgerechnet der Armreif, der zwar als dekorativ gilt, die Händler aber nicht restlos überzeugt.

Am Ende einigen sich beide Seiten auf 2.900 Euro. Das Set geht an Händlerin Susanne Steiger. Ganz bis zum Wunschpreis reicht es nicht, trotzdem zeigt sich die Verkäuferin zufrieden.

Auch andere verkaufen unter der Expertise

Dass der Schätzwert im Händlerraum oft nicht erreicht wird, zeigte zuletzt der Fall zweier Brüder. Dirk und Jürgen brachten vier Stücke mit, die ihrer verstorbenen Mutter gehört hatten: Ring, Collier, Armband und eine große Brosche, zusammen rund 4,5 Karat Diamanten und 2,4 Karat Smaragde. Begutachtet wurden auch sie von Dr. Heide Rezepa-Zabel.

Allein der Goldwert lag dort bei etwa 7.800 Euro, mit Steinen und Design kam die Expertin auf 11.000 bis 12.000 Euro. Das Bieten startete bei 6.500 Euro und endete bei 8.900 Euro. Die Brüder schlugen ein, obwohl sie damit unter der Schätzung blieben – genau wie Susanne aus Köln lagen sie aber im Rahmen ihrer eigenen Vorstellung.

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