„Das ist eine Kopie“: Erst im „Bares für Rares“-Händlerraum kommt es ans Licht

Großes Rätsel bei „Bares für Rares“. Wer hat nur dieses alte Gemälde gemalt. Nicht einmal Bianca Berding war sich sicher.

Mit Kunst ist es immer so eine Sache. Natürlich sind die Originalwerke berühmter Künstler immer begehrt. Doch was ist mit Werken, die denen berühmter Künstler nachempfunden wurden? Sind das Kopien, sind es Hommagen, oder vielleicht doch eine ganz eigene Kunst? Dieser Frage wurde am Donnerstag (27. November 2025) bei „Bares für Rares“ auf den Grund gegangen.

Hatten doch Wolfgang Schultz und seine Tochter Sandra Greis aus St. Augustin ein Ölgemälde mit in die ZDF-Show gebracht. Es solle bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer finden, der es an einen Ort vermitteln könne, wo es gerne gesehen werden, mehr zur Geltung komme, so Sandra Greis.

Eine Schafsherde bei „Bares für Rares“

Doch was würde das Bild, das einen Schäfer mit seinen Tieren zeigte, denn wert sein? Und wer hat es eigentlich gemalt? Eine gute Frage, die auch „Bares für Rares“-Expertin Bianca Berding so leicht nicht beantworten konnte. „Der Pinsel, der schweigt. Wir haben keine Signatur. Aber ich sehe, dass das Bild sehr gut gemalt ist“, so die Expertin.

 

Der Künstler (oder die Künstlerin) sei jemand gewesen, der sich mit Pastoralen gut auskannte, sich sogar darauf spezialisiert habe. „Das hat er nicht einfach so mal neben her gemacht“, so Berding.

 

Das Bild könne aber aus der Malerdynastie Roos stammen. „Ich kann das nicht sicher der Werkstatt zuschreiben“, gibt Berding offen zu verstehen, „ich kann nur sagen, es ist Mitte 18 bis ausgehendes 18. Jahrhundert.“

„Das ist eine Kopie“

Würden also die 800 Euro, die sich Wolfgang Schultz wünschte, im Bereich des Möglichen liegen? Nun ja, wäre das Bild zweifelsfrei der Maler-Dynastie Roos zuzuordnen, könnten die Bilder bis zu fünfstellig gehandelt werden. So jedoch, seien für die „totale Überraschungstüte“, wie Bianca Berding das Bild nannte, nur 900 bis 1.500 Euro drin.

 

Doch was würden die Händler sagen? Daniel Meyer jedenfalls war sich sicher: „Es ist aber kein Roos. Roos malt nämlich noch barocker. Das ist eine Kopie, die ein bisschen später ist.“

Dennoch waren die Händler durchaus angetan von der Schafsherde samt Schäfer. Und so wurden die Schäfchen für 1.100 Euro von Daniel Meyer ins Trockene gebracht.

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