Trotz Streit: Johann Meyer aus Achim hofft nach „Bauer sucht Frau” auf eine neue Liebe

Der Achimer Landwirt Johann Meyer spricht offen über seine Erfahrung bei der RTL-Kuppelshow „Bauer sucht Frau“.

Für die große Liebe hat es nicht gereicht: Nach einem verheißungsvollen Start in der aktuellen Staffel von „Bauer sucht Frau“ gingen der Achimer Kandidat Johann Meyer und seine Auserwählte Katja schließlich getrennte Wege – nicht nur bei der Hofwoche lief nicht alles glatt, auch danach gab es Streit. „Sie hatte sich ja öffentlich ausführlich geäußert und mir sogar etwas angedichtet – aber daran war überhaupt nichts dran“, ärgert sich Meyer.

Dennoch zieht der Ratsherr nach Abschluss der Staffel ein versöhnliches Fazit – und blickt hoffnungsvoll nach vorn: „Ich glaube fest daran, dass es für mich doch noch ein Happy End geben wird – nur eben nicht mit Katja …“ Mehr möchte Meyer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten: „Es ist alles noch ganz frisch. Ich lasse das erst mal auf mich zukommen.“ Nur so viel gibt er preis: „Die Frau, mit der ich mich jetzt treffe, habe ich auch bei den Dreharbeiten kennengelernt.“

Der 60-jährige Landwirt bewirtschaftet gemeinsam mit Sohn Jan-Niklas einen Hof mit Acker- und Grünland im Ortsteil Baden. Früher stand er auf der Theaterbühne, seit vielen Jahren ist er zudem in der Lokalpolitik aktiv. „Ich weiß also, wie der Hase läuft. Gebt mir eine Bühne, und ich bin voll da“, sagt Meyer.

Johann Meyer und Sohn Jan-Niklas freuen sich auf die Ausstrahlung ihrer Sendung.
Sohn Jan-Niklas hatte die Idee, Johann Meyer bei „Bauer sucht Frau“ anzumelden. © Bartz

Trotz seiner Schauspielerfahrung sei die Teilnahme an der RTL-Kuppelshow für ihn ein ganz neues Erlebnis gewesen. Besonders beeindruckt habe ihn die Professionalität des Produktionsteams: vom ersten Gespräch bis zum letzten Take. Gedreht worden sei häufig von morgens um acht bis abends, teilweise weit über 21 Uhr hinaus. Szenen mussten vier- oder fünfmal wiederholt werden, damit am Ende Schnittbilder, Reaktionen und Totale zusammenpassten. „Es waren lange und auch anstrengende Drehtage. Aber ich habe die Teilnahme nicht bereut“, betont Meyer.

Wichtig sei ihm gewesen, sich nicht zu verbiegen. „Wenn das Team hier mit einem Drehbuch aufgetaucht wäre, hätte ich die Mitarbeiter direkt vom Hof gejagt“, sagt der Landwirt mit einem Augenzwinkern. Er verstehe zwar viel Spaß, doch bloßgestellt werden wollte er nicht: „Über mich sollte sich niemand lächerlich machen.“ Das sei gelungen – und auch Sohn Jan-Niklas ist stolz auf seinen Vater. Er hatte seinen Vater auf die Idee gebracht, sich zu bewerben, wollte selbst jedoch nicht im Mittelpunkt stehen: „Die vielen Interviews, die wiederholten Fragen und das ständige Reden vor der Kamera sind nichts für mich gewesen.“

Wenn das Team hier mit einem Drehbuch aufgetaucht wäre, hätte ich die Mitarbeiter direkt vom Hof gejagt.

Johann Meyer, Kandidat bei „Bauer sucht Frau“

Überrascht zeigte sich Johann Meyer von der enormen Resonanz auf die Sendung. „Ich werde auf der Straße erkannt, beim Einkaufen – sogar bei einem Wochenendtrip wollten andere Touristen ein Foto mit mir an einer Fischbude machen“, erzählt er. Auch Menschen, die sonst kein „Bauer sucht Frau“ schauen, hätten sich zum gemeinsamen Fernsehen verabredet. Die Rückmeldungen seien dabei fast ausschließlich positiv gewesen.

Besonders intensiv habe er das sogenannte „große Wiedersehen“ erlebt, bei dem Begegnungen, Erwartungen und Enttäuschungen noch einmal aufeinandertrafen. Dort sei ihm endgültig klar geworden, dass es mit seiner Hofdame keine gemeinsame Zukunft geben würde. „Das war vorher aber schon absehbar. Bei ihr muss ich an ein altes Lied der Band ,Echt‘ denken: ,Du trägst keine Liebe in dir‘“, sagt Meyer rückblickend. Er habe früh gespürt, dass Lebensvorstellungen und Alltag nicht zusammenpassten – trotz einzelner durchaus unterhaltsamer und naher Momente vor der Kamera.

Der Achimer Landwirt Johann Meyer im Gespräch mit Moderatorin Inka Bause.
Johann Meyer im Gespräch mit Moderatorin Inka Bause. ©  RTL / Stefan Gregorowius

Dass Fernsehen Zuspitzung brauche, sei ihm bewusst. „Es muss auch mal knallen“, sagt er nüchtern. Jedes Jahr gebe es Paare, bei denen es wirklich passe, bei anderen werde gezielt mit Kontrasten gearbeitet. Nach dem Tod seiner Ehefrau Karin im Juli 2024 sei für ihn klar: Neue Nähe brauche Zeit. „Ich lasse die Dinge auf mich zukommen und freue mich auf etwas, das wirklich passt.“

Unterm Strich überwiegt für Johann Meyer das Positive. Er habe interessante Menschen kennengelernt, neue Einblicke gewonnen und viel Zuspruch erfahren. Und wer weiß, vielleicht erreicht ihn nach Drehschluss doch noch das große Liebesglück …

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