„Bares für Rares“-Händler David Suppes wirbt für Edelmetall als Geldanlage. Das Ganze verpackt der 37-Jährige in Instagram-Videos, in denen er riesige Berge Alt-Gold ausschüttet oder stapelweise 50-Euro-Scheine neben eine winzige Goldmünze packt.
Köln/Wiesbaden – Der Preis für Gold ist in den vergangenen Monaten und Jahren enorm gestiegen. Allein im Laufe der vergangenen zwölf Monate ist der Preis für eine Unze (rund 28,3 Gramm) Gold von rund 2500 auf etwa 4000 Euro gestiegen.

Wer deshalb Gold – meist in Form von Schmuck – mit zu „Bares für Rares“ ins ZDF bringt, darf sich in der Regel allein wegen des Materialwertes auf einen satten Verkaufspreis freuen. So geschehen etwa beim Verkauf eines Gold-Armbands aus dem 19. Jahrhundert, dessen Wert die Erwartungen seiner Besitzerin völlig übertraf. Oder im Fall eines Paares aus Hessen, das seinen Goldschmuck viele Jahre in einer Schublade liegen hatten – und dann von der Expertise zu Tränen gerührt ist.
„Bares für Rares“-Händler zeigt, wie der Goldpreis eskaliert
David Suppes – seit 2019 Mitglied im Händlerteam der ZDF-Trödelshow – gilt als Tausendsassa im „Bares für Rares“-Team. Der Wiesbadener betreibt mit seiner Familie Antiquitätengeschäfte in der hessischen Landeshauptstadt und greift bei den verschiedensten Angeboten zu – ob Gemälde, Skulpturen, alte Werbeschilder und gelegentlich auch Schmuck.

Auf seinem Instagram-Kanal teilt der 37-Jährige einen bunten Mix aus Beruflichem und Privatem – und seit wenigen Wochen wirbt er für Gold und Silber als Wertanlage, indem er kurze Videos auf der Social-Media-Plattform hochlädt, die auf amüsante Weise die Wertentwicklung der Edelmetalle in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verdeutlichen.
So sieht man ihn etwa hinter einem Verkaufstresen stehen, wortlos schiebt er von der einen Seite stapelweise Silbermünzen, die jeweils eine Unze wiegen, ins Bild – 1000 Euro in Silber im Jahr 2006. Anschließend schiebt er von der anderen Seite einen einzelnen Stapel mit Silbermünzen daneben – 1000 Euro in Silber im Jahr 2026. 95 Unzen bekam man für einen Tausender vor 20 Jahren, heute sind es nur noch 19 Unzen.
Noch extremer wirkt das gleiche Beispiel mit Gold: Suppes schüttet mit stoischer Miene einen großen Haufen Altgold auf den Tresen, knapp fünf Kilo, die 2006 100.000 Euro wert waren. Daneben landet ein viel kleinerer Haufen, der lediglich 800 Gramm auf die Waage bringt – im Jahr 2026 aber ebenfalls 100.000 Euro wert ist. Gleichzeitig fragt er: „Wie würdet ihr 100.000 Euro lieber anlegen, Gold oder Cash?“ Geld könne beliebig in Umlauf gebracht werden, Gold nicht.
„Bares für Rares“-Händler wirbt auf Instagram für Gold-Anlagen
In einem weiteren Reel legt er eine einzelne Goldmünze von einer Unze Gewicht auf den Tresen – und stapelt dann immer mehr 50-Euro-Scheine daneben, die er später noch demonstrativ auffächert. Insgesamt kommen 80 Scheine zusammen, denn aktuell ist eine Unze Gold eben rund 4000 Euro wert.
Und in einem Kommentar schreibt Suppes mit einem lachenden Emoji unter das Schmuck-Video: „Was denkt ihr, wie viel Spaß es gemacht hat, dieses Reel herzustellen?“ Ein Nutzer schreibt dazu wiederum: „Dieses Klingeln des Goldes, was ein wunderschöner Sound.“ Es gibt allerdings auch kritischere Stimmen, die anmerken, dass nicht das Gold an Wert zugelegt hat, sondern lediglich Geld an Wert verloren.
Eine andere Nutzerin kommentiert den ihrer Meinung nach lieblosen Umgang mit dem Alt-Gold: „Wenn man die Tüte entleert … da verliert es fast an Bedeutung. Wenn man jedoch jede einzelne Kette, jedes Armband, vor allem jeden Ring beobachtet, spürt man, wie viele Geschichten darin liegen.“ Das bestätigt der „Bares für Rares“-Händler und betont, dass höherwertige Stücke selbstverständlich mit mehr Respekt behandelt würden. Und der Schmuck, der für seine Besitzer eine hohe emotionale Bedeutung habe, lande üblicherweise sowieso nicht im Auktionshaus.