Keine große Erleuchtung bei „Bares für Rares“!? Lydia und Daniel betreten das Pulheimer Walzwerk mit drei Glaskugellampen im Gepäck. Vintage, Designklassiker, gute Stücke – nur leider passen sie nicht mehr in die eigene Wohnung. Die Decken sind zu niedrig, die Lampen zu groß. Also soll verkauft werden.

Horst Lichter (64) schaut genau hin. „Wenn ich dieses Braun sehe, denke ich direkt an die 60er-70er Jahre“, sagt der Moderator. Begeisterung klingt anders. Schnell wird klar, warum: Die Lampen zeigen deutliche Gebrauchsspuren.

„Bares für Rares“: Horst Lichter fassungslos

Experte Detlev Kümmel (57) ordnet die Stücke ein. Sie stammen aus den Doria-Werken in Fürth und sind rund 50 bis 60 Jahre alt. Technisch noch okay, optisch nicht makellos. „Die Kabel sind etwas vergilbt und müssen gereinigt werden, aber sie sind noch in gutem Zustand“, erklärt Kümmel.

Dann kommt der Knackpunkt. Daniel nennt seine Preisvorstellung: „750 Euro.“ Horst Lichter reagiert entsetzt. „Pro Stück?“, ruft er. Daniel nickt. Er ist überzeugt von seinem Wertgefühl.

Kümmel greift ein: „Wir sind hier im Bereich, wo der Käufer die Lampen noch weiterverkaufen muss, und die Handelsspanne ist viel größer.“ Realistisch seien „300 bis 400 Euro pro Stück“. Das ergibt maximal 1200 Euro für alle drei Lampen zusammen.

„Was ich immer noch sehr viel Geld für so Lampen finde“, merkt Lichter an. Für Lydia und Daniel ist das dennoch zu wenig. „Es fällt uns nicht so leicht, weil sie uns ja selber auch sehr gut gefallen“, sagt das Paar. Am Ende fällt die Entscheidung: kein Verkauf. Die Lampen gehen wieder mit nach Hause.

Das ZDF zeigt eine neue Folge „Bares für Rares“ immer montags bis freitags ab 15.05 Uhr.

Dieser Artikel erschien zuerst unter „Pro Stück?!“: Preis-Schock bei „Bares für Rares“ – Verkauf platzt auf DerWesten.de.