„Alles was wirklich zählt“ : AWZ-Star veröffentlicht Buch über seine bewegende Geschichte

In der Seifenoper „Alles was zählt“ sorgt er als Maximilian von Altenburg für Drama – doch jetzt spricht Francisco Medina offen über seine bewegende Vergangenheit und den wahren Grund für sein neues Buch.

Fans der RTL-Serie „Alles was zählt“ kennen ihn als intriganten Maximilian von Altenburg – doch privat zeigt sich Schauspieler Francisco Medina jetzt so offen wie nie zuvor. Der AWZ-Star hat ein neues Buch veröffentlicht und gibt darin tiefe Einblicke in seine Lebensgeschichte, die von politischen Umbrüchen, persönlichen Krisen und einem langen Weg zu sich selbst geprägt ist.

Vom Serienstar zum Mental-Coach

Neben seiner erfolgreichen Schauspielkarriere arbeitet Medina seit vielen Jahren auch als Mental-Coach. In seinem neuen Buch „Alles was wirklich zählt“ verbindet er beide Welten miteinander. Wie er im Interview mit der RTL-Sendung Punkt 6 erzählt, basiert seine Arbeit auf jahrzehntelanger Selbstreflexion.

Was viele nicht wissen: Medina studierte ursprünglich Philosophie und Psychologie. Schon früh habe ihn die Frage beschäftigt, wie Menschen eine stabile Beziehung zu sich selbst entwickeln können. Genau darum geht es in seinem Buch – um innere Stärke, Selbstannahme und mentale Gesundheit.

Eine Kindheit zwischen Angst und Widerstand

Der Ursprung seines Coaching-Weges liegt in einer schweren Kindheit in Chile. Seine Eltern waren während der Militärdiktatur politische Widerstandskämpfer, setzten sich für Demokratie und Menschenrechte ein – und landeten dafür im Gefängnis. Mehrfach seien sie sogar vom Tod bedroht gewesen.

„Meine Mama war im Gefängnis“, erinnert sich Medina offen. Während dieser Zeit wuchs er unter schwierigen Umständen auf. Seine Großmutter kämpfte mit Alkoholproblemen, Stabilität fehlte oft. Als Jugendlicher geriet er selbst aus der Bahn, flog mehrfach von der Schule und hatte große Aggressionsprobleme. Zwischen 17 und 19 Jahren, so sagt er, sei er „mit sich komplett im Clinch“ gewesen.

Früh begann er deshalb therapeutische Arbeit und intensive Selbstreflexion – ein Prozess, der ihn bis heute prägt.

Ablehnung als prägende Erfahrung

Auch im Schauspielgeschäft musste Medina lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Besonders eindrücklich beschreibt er eine Situation, in der er an einem einzigen Tag zwei Absagen erhielt: Für einen Kinofilm sei er „nicht hübsch genug“ gewesen, für einen Fernsehfilm dagegen „zu hübsch“.

Diese widersprüchlichen Erfahrungen hätten ihm eine wichtige Erkenntnis gebracht: Entscheidend sei nicht die Meinung anderer, sondern die eigene Haltung zu sich selbst.

Warum er heute anderen helfen möchte

Eigentlich wollte Medina nie Coach werden – der Begriff habe für ihn lange einen negativen Beigeschmack gehabt. Doch heute begleitet er unter anderem Spitzensportler mental und gibt Strategien weiter, die ihm selbst geholfen haben.

Trotz aller Herausforderungen spricht er mit großer Dankbarkeit über seine Familie. Er habe „in der Elternlotterie gewonnen“, betont er, weil seine Eltern ihm Werte wie Mut, Haltung und Unabhängigkeit mitgegeben hätten.

Mit „Alles was wirklich zählt“ verbindet der AWZ-Darsteller nun persönliche Lebensgeschichte, psychologische Erkenntnisse und praktische Impulse. Für Fans zeigt sich damit eine völlig neue Seite des Schauspielers – weit entfernt von Serienintrigen, dafür umso näher am echten Leben.

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