„Bares für Rares“-Kandidat Ronald Vogel landete 1988 im DDR-Knast. Danach begann eine wundersame Geschichte.
Es ist eine bewegende Geschichte, die Ronald Vogel am Mittwoch (26. Februar 2026) mit zu „Bares für Rares“ brachte. Eine Geschichte, die nicht nur den 69-jährigen Schulleiter aus Berlin noch immer bewegt, sondern auch Horst Lichter und seinen Experten Sven Deutschmanek.
Vogel war in der DDR geboren. Bis 1988 habe er in der Deutschen Demokratischen Republik gelebt, berichtet Vogel. Dann nahm sein Leben eine dramatische Wendung. In den letzten Monaten der DDR habe er sich stark gegen das Regime engagiert, erzählt der Schulleiter. So stark, dass er mit ein paar Leuten vor das Komitee für Menschenrechte gegangen sei.
Aus dem DDR-Knast in den Westen
Das jedoch habe die Stasi nicht wohlwollend betrachtet, und ihn und seine Kameraden eingesperrt. „Ich war sieben Monate lang in Stasi-Haft. Von Januar bis Juli 1988 genau“, so der „Bares für Rares“-Kandidat. Danach wurde er in den Westen ausgewiesen.
Mitgebracht hatte er nun die Identitäts-Bescheinigung, den er im Rahmen seiner Ausweisung bekommen hatte. Doch damit hatte es sich nicht. War das Dokument doch auf der Vorderseite signiert. Von niemand geringeren als US-Megastar Tina Turner. Die hatte Vogel, nachdem er aus dem Aufnahmelager in Gießen freigelassen wurde, im Flughafen Frankfurt beim Check-In getroffen. Ein Stück Zeitgeschichte also.
Tina Turner am Flughafen
Doch wie könnte man so etwas bewerten? Keine leichte Aufgabe für Sven Deutschmanek. So bewertete er nicht nur die Signatur, sondern auch die Geschichte dazu. Und so kam der „Bares für Rares“-Experte auf einen Schätzwert von 200 Euro. Das entsprach dem Wunsch des Kandidaten.
Doch würden die Händler das genauso sehen? Ganz genauso. Und so gab es schlussendlich die gewünschten 200 Euro. Von Julian Schmitz-Avila. „Tatsächlich kenne ich dieses Dokument nicht, das habe ich nie gesehen. Deswegen bin ich ein bisschen ehrfürchtig. Schönes Objekt, freue mich“, so das Fazit des Händlers.
Dieser Artikel erschien zuerst unter „Bares für Rares“-Kandidat war im Knast: Nun will er eine Erinnerung an die Zeit verkaufen auf DerWesten.de.