Bei „Bares für Rares“ geht es um Goldpreis – ein Händler kennt sich besser aus als alle anderen

Wieder geht es bei „Bares für Rares“ um den Goldpreis. Ein Händler kennt sich genau aus. Seine Kollegen wundern sich.

Köln – In der Folge der beliebten ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Moderator Horst Lichter vom 26. März, die im Walzwerk in Pulheim bei Köln aufgezeichnet worden ist, dreht sich einiges um den hohen Preis von Edelmetall, wie etwa Gold. Ebenso geht es um den Preis anderer begehrter Metalle, wie von Bronze, dessen Preis zuletzt auch stark gestiegen war.

Julian Schmitz-Avila verwundert bei „Bares für Rares“ mit seiner Goldpreis-Schätzung bei einer Brosche.
Julian Schmitz-Avila verwundert bei „Bares für Rares“ mit seiner Goldpreis-Schätzung bei einer Brosche. © ZDF

Erst wenige Tage zuvor war ein antikes Gold-Collier aus dem 19. Jahrhundert bei den „Bares für Rares“-Händlern durchgefallen. Keiner wollte nämlich den gewünschten Preis für den über 100 Jahre alten Schmuck bieten. Schuld war der Goldpreis. Bereits in früheren Ausgaben der TV-Trödelshow hatte Goldschmuck teils sehr hohe Preise erzielt.

„Bares für Rares“: Dieser Händler kennt sich beim Goldpreis aus

Nun sind Marie Grimm aus Hamburg und Fred Grimm aus Ashausen, Tochter und Vater, zu Gast bei „Bares für Rares“. Sie wollen eine Gold-Brosche (585er Gold) aus den 1960er Jahren verkaufen. Expertin Heide Rezepa-Zabel beziffert den Goldankaufspreis für das Schmuckstück auf 600 Euro. 100 Euro legt sie nochmals für die Gestaltung oben drauf.

Im „Bares für Rares“-Händlerraum, in dem Elisabeth Nüdling aus Fulda und Sarah Schreiber, die kürzlich nach einer langen Babypause zurückkehrte, dieses Mal nicht dabei sind, lässt dann Julian Schmitz-Avila aufhorchen. Er nimmt die Brosche in die Hand und begutachtet sie. „600 Euro Goldwert?“, fragt er die beiden Verkäufer.

Damit trifft der Händler auf den Euro genau exakt den Goldankaufspreis für das Schmuckstück. „Jetzt fragt man sich, woher er das weiß“, sagt Christian Vechtel. „Das ist die Erfahrung“, sagt Markus Wildhagen schmunzelnd, während Händlerin Elke Velten mit ihren Händen erklärend für den Coup eine Waage andeutet.

„Er ist bestimmt Waage als Sternzeichen“, scherzt Verkäufer Fred Grimm. Mit dem Geburtsdatum 3. September 1986 ist Julian Schmitz-Avila aber Sternzeichen Jungfrau. „Oder er hat einfach nur Glück gehabt“, meint Christian Vechtel zur Erklärung, worauf Julian Schmitz-Avila bestätigt: „Wir nehmen das Letzte.“

Goldpreis büßt nach Angriffen auf den Iran ein

Am 23. März kostete die Feinunze Gold etwas mehr als 4300 Dollar, meldet indes die Deutsche Presse-Agentur. Immer noch viel, aber im Vergleich zum Januar 2026, als die Feinunze erstmals den Preis von 5000 Dollar knackte, deutlich weniger. Seit Beginn der Angriffe auf den Iran durch die USA und Israel büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein.

Dann kommt Louis Gross aus Hannover ins „Bares für Rares“-Studio. Der 24-jährige Student aus Hannover möchte eine riesige Bronze-Vase aus Japan, hergestellt um 1890, verkaufen. Das schwere Gefäß hat er von seinem Opa geerbt. Im Händlerraum versucht sich nun Markus Wildhagen als Schätzer des Materialpreises. „Ich starte mit Materialpreis 500 Euro“, sagt er.

„Die Vase wiegt doch niemals 100 Kilogramm“, reagiert Julian Schmitz-Avila. Um den Marktpreis für Bronze war es einige Wochen zuvor schon einmal bei „Bares für Rares“ gegangen, als zwei Verkäufer, Marisa Asmuss und Christopher Heine aus Hamburg, einen 60 Jahre alten, dreiteiligen Bronze-Kerzenleuchter mit in das Walzwerk bei Köln brachten.

Bronze, eine Legierung aus etwa 80 bis 90 Prozent Kupfer sowie aus Zinn, ist bekannt für eine hohe Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit und wird häufig in der Kunst verwendet. Zuletzt lag der Wert für kleinere Mengen Kupfer (unter 50 Kilogramm) bei etwa zehn Euro pro Kilogramm. Bronze kann je nach Zusammensetzung etwa zehn bis 30 Prozent mehr kosten.

Louis Gross (rechts) aus Hannover verkauft bei „Bares für Rares“ eine riesige Bronze-Vase aus Japan.
Louis Gross (rechts) aus Hannover verkauft bei „Bares für Rares“ eine riesige Bronze-Vase aus Japan. © ZDF

Experte Colmar Schulte-Goltz schätzt den Wert der Vase in der ZDF-Sendung dann auf 2400 bis 2900 Euro. Wäre sie signiert gewesen, hätte der Wert sogar bei 10.000 Euro liegen können. Letztlich verkauft Louis Gross die über 130 Jahre alte japanische Vase für 2000 Euro an Christian Vechtel. „Ich bin sehr happy“, freut sich der Student aus Hannover.

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