Wertverfall statt Geldanlage: Verkäufer Frank Weindorf wird bei „Bares für Rares“ reiner Wein eingeschenkt. Geschmeckt hat er ihm verständlicherweise nur bedingt.
5.000 D-Mark zahlte Frank Weindorf aus Bonn einst für ein Gemälde des französischen Malers Christophe-Emmanuel Bouchet und hoffte, dass es mit den Jahren an Wert gewinnen würde. Sonderlich gemocht hat er das Motiv, welches die Einführung des Euro zum Thema hat, aber nie. Es fristete ein trübes Dasein im Keller, entsprechend sollte es bei „Bares für Rares“ gewinnbringend verkauft werden.
Doch daraus wurde nichts. Schon bei der zurückhaltenden Expertise von Detlef Kümmel dämmerte es dem Verkäufer, dass er wohl nicht einmal den Gegenwert des in den 1990er Jahren bezahlten Kaufpreises erwarten könne. Und so war es auch, sie sogenannte Mauerkunst sei heutzutage nicht mehr besonders gefragt, stellte der Experte fest und bewertete das Gemälde lediglich mit 800 Euro. Doch auch diese Summe sollte sich im Händlerraum als unrealistisch erweisen.

„Nicht jedermanns Sache“: Im Händlerraum wird es zäh
Das Gemälde sei „nicht jedermanns Sache“, sagte Händler Wolfgang Pauritsch, als er das Bild erblickte und traf damit den Nagel auf den Kopf. Nur zäh ging es im Händlerraum voran, doch immerhin zeigte auch Daniel Meyer Interesse an dem eigenwilligen Kunstwerk.
So kamen schließlich mit Mühe und Not 700 Euro von Wolfgang Pauritsch zusammen, was ein halbwegs versöhnliches Ende für Frank Weindorf bedeutete. In welche Wertanlage er künftig investiert wird er sich nach dieser Erfahrung sicher genau überlegen. Weitaus besser lief es in diesen Fällen. Im Video findet ihr die teuersten Stücke aus „Bares für Rares“ .
„Bares für Rares“ läuft von Montag bis Freitag um 15:05 Uhr beim ZDF. Wiederholungen zeigt der Ableger ZDF Neo um 10:55 Uhr und um 19:20 Uhr