Es ist leider nicht alles Gold, was glänzt. Diese Erfahrung musste auch Verkäufer Detlef Rump bei „Bares für Rares“ machen.
Im Idealfall übertrifft die Expertise die kühnsten Träume, doch manchmal läuft es bei „Bares für Rares“ auch andersherum. Detlef Rump aus Wiesbaden kann davon ein trauriges Lied singen. Selbstbewusst und voller Zuversicht näherte er sich Horst Lichter und war fest im Glauben, dass seine handgeschnitzte Madonna samt zweier Engel bis zu 20.000 Euro im Händlerraum einbringen könnte.

Lässig und um keinen launigen Spruch verlegen präsentierte er seinen vermeintlichen Schatz und verkündete seine Schmerzgrenze von immerhin noch üppigen 12.000 Euro. Horst Lichter verschlug es direkt die Sprache und schaute etwas bedröppelt auf die zu begutachtenden Exemplare. Er ahnte, dass der Wunschpreis viel ui hoch gegriffen war, was schließlich auch die Expertise bestätigte.
Bei den sogenannten Putti handelte es sich nämlich nicht wie von Detlef Rump vermutet um Originale aus der Zeit des Barock, sondern um Nachbildungen aus den 1960er Jahren. Somit waren sie weder antik noch rar, da solche Replika in größerer Stückzahl auf den Markt geworfen wurden. Dem Verkäufer stand daraufhin der Schrecken ins Gesicht geschrieben.


Keine Händlerkarte für massenhaft hergestellte Nachbildungen
Der sichtlich enttäuschte Verkäufer blieb zwar höflich, beklagte sich aber über falsche Informationen, die er im Vorfeld erhalten habe. Die Händlerkarte gab es dennoch nicht und so musste er seine gar nicht mal so raren „Raritäten“ wieder mit nach Hause nehmen. Ein Kennenlernen mit Fabian Kahl und Co. fand entsprechend nicht statt.
„Bares für Rares“ läuft von Montag bis Freitag um 15:05 Uhr beim ZDF. Wiederholungen zeigt der Ableger ZDF Neo um 10:55 Uhr und um 19:20 Uhr.