Ein Armband als Krawatte: „Bares für Rares“-Händler hat kuriose Idee

Ein Armband als Krawatte? Bei „Bares für Rares“ wird ein einzigartiges Schmuckstück, eine Secret Watch, versteigert. Die Händlerinnen und Händler sind begeistert.

Köln – In der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter am 19. Mai präsentierten Claudia Walcher und ihre Enkelin Felizia Kesler aus Berlin ein goldenes Armband mit integrierter Uhr zum Verkauf. Dieses Armband, das auch als Krawatte durchgehen kann – zumindest wenn es nach einem Händler geht –, zieht im Walzwerk in Pulheim die Aufmerksamkeit auf sich.

Ein Armband als Krawatte? „Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch erfindet einen neuen Verwendungszweck.
Ein Armband als Krawatte? „Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch erfindet einen neuen Verwendungszweck. © ZDF

Zuletzt begeisterte indes ein silberner Gebäckwärmer aus Hanau Moderator und Händler bei „Bares für Rares“. Das seltene Stück aus Hessen barg eine überraschende Geschichte. Es stammt aus der Manufaktur Schleissner und Söhne und ist laut Expertin Heide Rezepa-Zabel so etwas wie ein Vorläufer moderner Toaster.

Armband als Krawatte: „Bares für Rares“-Händler hat kuriose Idee

Doch zurück zu dem Armband: Es handelt sich um ein 750er Goldarmband mit einer Uhr aus den 1960er bis 1970er Jahren, besetzt mit 0,12 Karat Diamanten. Die Uhr, die noch funktioniert, stammt vom Schweizer Hersteller Omega. Ursprünglich war das Armband ein Geschenk von Claudia Walchers Vater an seine Frau, die Mutter der Verkäuferin.

Dieses Schmuckstück ist eine sogenannte Secret Watch, auch bekannt als Montres à secret. In einer Zeit, in der es für Frauen als unpassend galt, in der Öffentlichkeit auf die Uhr zu schauen, verbanden diese Uhren meisterhafte Juwelierskunst mit technischer Finesse, getarnt als prächtige Schmuckstücke.

Heide Rezepa-Zabel bemerkt, dass das Armbandmuster an textile Strukturen wie ein Webmuster erinnert, während der Uhrendeckel einem gefalteten Tuch ähnelt. Diese Gestaltung deutet auf das Alter des Uhren-Armbands hin, das mit Acht-Kant-Diamanten verziert ist. „Sehr hübsch gemacht. Zauberhaft“, kommentiert die „Bares für Rares“-Expertin.

Das Armband stammt jedoch nicht von Omega, sondern von einem Hersteller mit dem Stempel „LB“. Heide Rezepa-Zabel vermutet, dass das besondere goldene Armband aus Deutschland, der Schweiz oder Italien kommen könnte. Der Goldpreis für den Ankauf liegt bei 6800 Euro, während die Expertise den Wert auf 7000 Euro schätzt.

Im „Bares für Rares“-Händlerraum sind dieses Mal sowohl Elisabeth Nüdling aus Fulda als auch Liza Kielon, die Käufer auf eBay begeistert, nicht dabei, dafür aber Sarah Schreiber, die kürzlich nach einer langen Babypause zurückkehrte. „Das ist ja toll gemacht“, lautet das einhellige Urteil im Händlerraum.

Wolfgang Pauritsch eröffnet das Bieten mit einem Gebot von 5000 Euro. Der Preis für das Schmuckstück steigt schnell auf 6800 Euro. „Es ist eigentlich eine Krawatten-Uhr“, witzelt Wolfgang Pauritsch und hält das Armband vor seine dunkelblaue Krawatte, um einen neuen Verwendungszweck zu erfinden.

Claudia Walcher (links) und ihre Enkelin Felizia Kesler aus Berlin verkaufen bei „Bares für Rares“ ein goldenes Armband mit integrierter Uhr.
Claudia Walcher (links) und ihre Enkelin Felizia Kesler aus Berlin verkaufen bei „Bares für Rares“ ein goldenes Armband mit integrierter Uhr. © ZDF

„Dekadent!“, entgegnet Elke Velten scherzend und bietet weiter. Sie bekommt den Zuschlag für 7000 Euro. „So eine schöne Uhr!“, gratuliert Wolfgang Pauritsch seiner Kollegin zum Kauf. „Alle Händler waren sehr begeistert. Das hat uns gefreut. Wir sind sehr glücklich, und gehen sehr zufrieden nach Hause“, sagt Verkäuferin Felizia Kesler.

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