Ein ganz besonderes Schmuckstück aus den 1920ern wurde während des Krieges versteckt und bei „Bares für Rares“ nun bestaunt.
Bei „Bares für Rares“ sorgt eine besondere Rarität für große Augen im Händlerraum. Moderator Horst Lichter präsentiert gemeinsam mit Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel ein Schmuckstück, das nicht nur selten, sondern auch technisch außergewöhnlich ist.
Ringuhr aus den 1920ern sorgt für Staunen
Birgit aus Borken bringt einen ganz besonderen Ring mit ins Pulheimer Walzwerk. Das Schmuckstück stammt aus dem Nachlass ihrer Mutter und hat eine beeindruckende Geschichte.
Der Ring wurde in den 1920er-Jahren gefertigt, besteht aus Platin und ist mit 20 feinen Achtkant-Diamanten besetzt. Das wirklich Besondere daran: Im Ring steckt eine kleine funktionierende Uhr.

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Schon damals galt so eine sogenannte Ringuhr als technische Besonderheit. Schließlich mussten in dem kleinen Gehäuse nicht nur ein Zifferblatt, sondern auch ein komplettes Uhrwerk untergebracht werden.
Der Ring überstand sogar den Krieg
Während der Kriegszeit versteckten Birgits Großeltern den Ring auf ihrem Bauernhof in einem Kinderwagen, um ihn vor Plünderungen zu schützen. Mit Erfolg: Das Schmuckstück blieb all die Jahre im Familienbesitz und landete schließlich bei „Bares für Rares“.
Auch wenn das Zifferblatt sichtbare Gebrauchsspuren zeigt, funktioniert die kleine Uhr noch immer. Für Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel ein echtes Zeichen für die Präzision der damaligen Uhrmacher.
Der reine Materialwert des Rings liegt laut Expertin zwar nur bei rund 200 Euro. Wegen seiner Seltenheit sieht der geschätzte Gesamtwert aber deutlich höher aus. Dr. Heide Rezepa-Zabel taxiert die außergewöhnliche Ringuhr auf 900 bis 1.100 Euro. Verkäuferin Birgit hofft auf rund 1.000 Euro.
„Das ist ja wirklich phänomenal“
Im Händlerraum sorgt der Ring sofort für Aufsehen. Besonders Elisabeth Nüdling zeigt sich völlig begeistert. „Das ist ja wirklich phänomenal. Irre!“, schwärmt sie beim ersten Blick auf das Schmuckstück. Mit einem Gebot von genau 1.000 Euro sichert sich Elisabeth Nüdling schließlich die seltene Ringuhr.
Damit trifft sie punktgenau Birgits Wunschpreis – ein perfekter Deal für beide Seiten und eines der Highlights der aktuellen „Bares für Rares“-Folge.
Designer-Stuhl haut alle vom Hocker
Erst vor Kurzem staunten die Händler über einen ganz anderen Fund: Susanne und Thomas aus Gallin in Mecklenburg-Vorpommern brachten bei „Bares für Rares“ einen Designer-Hocker mit, der auf den ersten Blick schlicht wirkt und auf den zweiten Designgeschichte erzählt.
Der Stuhl entstand 2005 – in Zusammenarbeit des renommierten Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron mit dem Designermöbel-Hersteller Vitra. Die Expertise bezifferte den Wert auf 350 bis 450 Euro – wobei aus vergleichbaren Fällen auch Preise bis zu 1.000 Euro bekannt sind. Der Preis landete am Ende bei 550 Euro, deutlich über dem Wunschpreis des Paares von 350 Euro.