Während sich die Ermittlungen rund um die Morde an Zoe und Carlos auf John, Laura und Jo Gerner konzentrieren, gerät eine andere Figur zunehmend in den Fokus der Fans: Schon seit Wochen verhält sie sich auffällig und es fällt immer schwerer, ihre Reaktionen als bloße Zufälle abzutun.
ACHTUNG, SPOILER!
War es Nina?
Der erste Verdachtsmoment liegt bereits einige Zeit zurück. Damals tauchte Ninas Name auf einer Liste von Personen auf, deren Spuren in Zoes Wohnung gefunden wurden. Bei der anschließenden Befragung durch Toni und Schmitti wirkte Nina alles andere als überzeugend. Auf die Frage, wie ihre DNA in Zoes Wohnung gelandet sei, erklärte sie lediglich, dass Zoe ihr Portemonnaie einmal im Vereinsheim vergessen habe und sie es ihr zurückgebracht habe.
Hinterlässt man dabei wirklich Spuren in einer Wohnung? Zoe war nicht gerade für ihre Gastfreundschaft bekannt. Sie wird Nina also kaum hereingebeten haben. Auch Ninas Alibi für die Tatnacht blieb vage. Sie gab an, zu Hause gewesen und früh ins Bett gegangen zu sein. Ob Yvonne und Michi ebenfalls zu dem Zeitpunkt in der WG gewesen seien, könne sie nicht mehr sagen. Damals schien ihre Anspannung im Gespräch vor allem mit dem zerrütteten Verhältnis zu Toni zusammenzuhängen. Schließlich war ihre Tochter wütend auf sie, weil sie ihr Eriks Affäre verschwiegen hatte. Rückblickend wirken diese Szenen verdächtig.
Du willst keine News zu „GZSZ“ mehr verpassen? Dann abonniere jetzt unseren WhatsApp-Channel – KOSTENLOS und ganz einfach über diesen Link.
Warum wollte Nina plötzlich alles hinter sich lassen?
Kurz nach der Befragung überraschte Nina plötzlich mit einem radikalen Plan: Sie wollte das Vereinsheim verkaufen und gemeinsam mit Jessica nach London ziehen. Ein gutes Angebot habe sie schon auf dem Tisch liegen. Besonders auffällig war dabei, dass Jessica von all dem nichts geahnt hat. Weder das Kaufangebot noch Ninas Verkaufsabsichten waren jemals Thema gewesen. Als Begründung erklärte Nina, das Vereinsheim sei nach Pedros Tod nur eine Art Ablenkung gewesen und die Verantwortung werde ihr inzwischen zu viel.
Für Jessica ergab das wenig Sinn. Schließlich hat Nina das Vereinsheim immer mit großer Leidenschaft geführt. Auch nach der Versöhnung mit Toni blieb Nina bei ihrer Entscheidung und wollte den Verkauf vorantreiben, obwohl sie keinerlei konkreten Plan für die Zukunft hatte. Ihre einzige Erklärung: Es fühle sich richtig an, dieses Kapitel abzuschließen. Für viele Fans klingt das eher nach Flucht oder Zwang als nach einem Neuanfang.
Ein weiteres fragwürdiges Alibi
Auch rund um Carlos’ Tod gibt es eine Situation, die Fragen aufwirft. Am Tag der Tat bittet Nina kurzfristig Yvonne, im Vereinsheim auszuhelfen, weil sie angeblich ein Geschäftsführer-Treffen besuchen muss. Als Yvonne später gemeinsam mit Jo durch betrunkene Gäste im Vereinsheim eingeschlossen wird, versucht sie vergeblich, Nina zu erreichen, die einen weiteren Schlüssel hat. Stundenlang geht ihre Freundin nicht ans Telefon.
Erst deutlich später taucht Nina wieder auf. Ihre Erklärung: Das Meeting habe länger gedauert als geplant und anschließend habe es noch ein gemeinsames Geschäftsessen gegeben. Bei dieser Erklärung wirkt sie auffällig nervös. Und mal ehrlich: Wer schaut bei einem geschäftlichen Meeting stundenlang nicht auf sein Handy? Da werden doch Infos im Internet recherchiert, Kontaktdaten ausgetauscht, E-Mails und Dokumente versendet und gelesen. Später zuhause stößt Nina mit Michi und Jessica auf Carlos an. Dabei hat sie Tränen in den Augen und wirkt eher angespannt als traurig.
Nina fällt ohnehin immer wieder durch ihre Körpersprache auf. Sobald neue Entwicklungen im Mordfall bekannt werden, reagiert sie nervös, erschrocken oder verunsichert. Natürlich könnte die Produktion bewusst falsche Fährten legen. Krimi-Handlungsstränge leben schließlich davon, möglichst viele Figuren verdächtig erscheinen zu lassen. Allerdings häufen sich bei Nina inzwischen die Merkwürdigkeiten.
Hat Nina ein Motiv?
Die größte Schwachstelle der Theorie ist derzeit das fehlende Motiv. Zwar hat Nina in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass sie zu fragwürdigen Aktionen fähig ist. Die Entführung von Tolstoi und die Erpressung von Billy Sunset haben bewiesen, dass sie moralische Grenzen überschreiten kann, wenn sie sich dazu gezwungen fühlt. Doch warum sollte sie Zoe oder Carlos töten? Auf diese Frage gibt es bislang keine überzeugende Antwort.
„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft montags bis freitags um 19.40 Uhr bei RTL und vorab bei RTL+.