Ein Polizeieinsatz in Los Angeles endet mit dem Tod eines Hundes. Veröffentlichtes Bodycam-Material sorgt nun für Diskussionen über das Vorgehen der Polizisten.
Los Angeles – Ein Polizeieinsatz in Los Angeles hat für Kritik gesorgt. Im Stadtteil Canoga Park wurde ein großer Hund von einem Beamten erschossen, nachdem das Tier auf einen Polizisten zugelaufen war.
Auslöser des Einsatzes war ein Notruf wegen einer „schreienden Frau“ in einem Wohnhaus im Bereich der Jordan Avenue. Beamte der Topanga Patrol Division wurden zu der Adresse geschickt und von der Person, die den Notruf abgesetzt hatte, zur betreffenden Wohnung geführt.


Medien berichteten, dass die Frau nur deshalb in ihrer Wohnung geschrien habe, weil die New York Knicks im NBA Finale gegen die San Antonio Spurs gewonnen hatten.
An der Wohnung angekommen, trafen die Einsatzkräfte auf die Bewohnerin. Neben ihr befand sich ein großer Hund, der die Polizisten anbellte. Die Beamten forderten die Frau zunächst auf, das Tier zu sichern und in die Wohnung zu bringen. Sie schloss die Wohnungstür zunächst, öffnete sie jedoch kurze Zeit später erneut.

Daraufhin entwischte der Hund durch einen Türspalt aus der Wohnung. Obwohl die Besitzerin beteuerte, dass der Hund nicht aggressiv sei, setzte der Polizist seine Schusswaffe ein und traf den Hund tödlich.
Ermittlungen laufen
Das Los Angeles Department of Animal Services übernahm später das Tier. Die Besitzerin blieb vor Ort und kooperierte nach Angaben der Behörden mit den Ermittlern. Weder Polizeibeamte noch andere Personen wurden bei dem Vorfall verletzt. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgen inzwischen die von der Polizei veröffentlichten Bodycam-Aufnahmen des Einsatzes. Die Bilder lösten in den sozialen Medien eine Diskussion über den Umgang von Polizeikräften mit Hunden sowie den Einsatz tödlicher Gewalt in solchen Situationen aus. Ob das Vorgehen des Beamten den geltenden Richtlinien entsprach, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung.