Ein pikanter Dachboden-Fund sorgt für große Augen bei „Bares für Rares“. So teuer sind die 100 Jahre alten Erotik-Hefte.
Bei „Bares für Rares“ sorgt eine ungewöhnliche Sammlung aus den 1920er-Jahren für Aufmerksamkeit. Horst Lichter entdeckt neun historische Erotik-Hefte – und kann seine Überraschung nicht verbergen.
„Bares für Rares“-Experte: „Es ist frivol“
Bei „Bares für Rares“ steht diesmal kein Schmuckstück und kein Möbel im Mittelpunkt, sondern eine Sammlung historischer Magazine. Ein Ehepaar aus Helmbrechts bringt neun Ausgaben des Männer-Magazins „Reigen“ mit in die ZDF-Sendung. Die Hefte stammen laut Bericht vom Dachboden der Eltern und zeigen keine Fotos, sondern gemalte Aktdarstellungen.

Schon bei der Begutachtung fiel auf, dass es sich nicht um alltägliche Fundstücke handelte. Experte Detlev Kümmel sah sich die Ausgaben genau an, bevor Horst Lichter dazukam. Der Moderator reagierte direkt mit einem kurzen „Ouh!“, während Kümmel sagte: „Es ist wirklich ‚Ouh‘. Man schaut so in Ruhe. Es ist Kunst, es ist lebensfroh, es ist frivol.“ Lichter ergänzte außerdem: „Ich find’s sehr schön.“
So teuer sind die Erotik-Zeitschriften bei „Bares für Rares“
Kümmel schätzte den Wert der neun Hefte auf 180 bis 270 Euro. Im Händlerraum wurde dieser Bereich jedoch schnell übertroffen. Susanne Steiger startete mit 200 Euro, danach stieg das Gebot zügig weiter. Am Ende sicherte sich David Suppes die Sammlung für 350 Euro.
Auch zur damaligen Einordnung gab es in der Sendung eine klare Einschätzung. Horst Lichter sagte, er gehe davon aus, dass diese Zeitschrift früher „nur unter der Ladentheke“ verkauft worden sei. Nach Angaben aus der Sendung lag der Preis damals bei 12 bis 15 Mark, vor allem in Großstädten. Kümmel erklärte zudem, dass selbst die Anzeigen in den Heften eigens für dieses Magazin gestaltet worden seien.
Überraschung: Ohrclips werden für mehrere Tausend Euro verkauft
Für ebenso viel Aufsehen sorgten zuvor Gabi und Micha aus Großdeuben bei Leipzig. Sie brachten ein Paar goldfarbene Ohrclips mit ins Studio, die Gabi einmal zusammen mit weiterem Schmuck geschenkt bekommen hatte. Zunächst hielten die beiden die Stücke wegen ihres unscheinbaren Zustands und der verklebten Oberfläche für Modeschmuck.
In der Expertise stellte sich dann heraus, dass die Ohrclips von Tiffany & Co. stammen und zur „Signature X Collection“ von Paloma Picasso aus den 1990er-Jahren gehören. Die aus 750er-Gold gefertigten Schmuckstücke wurden auf 2.800 bis 3.200 Euro geschätzt, obwohl Micha ursprünglich nur mit dem Goldwert von 2.100 Euro gerechnet hatte. Im Händlerraum wurden sie schließlich für 3.550 Euro verkauft.
