Bei „The Masked Singer“ kommen viele Änderungen auf die Zuschauer zu. Doch auch hinter den Kulissen brodelt es offenbar.
Im Herbst 2026 startet „The Masked Singer“ in die 13. Staffel. Doch in diesem Jahr wird es einige Veränderungen geben. „Mehr Masken. Mehr Rätsel. Mehr Entscheidungen“, kündigt ProSieben in einer Pressemitteilung nun an. Eine harte Entscheidung hat der Sender bereits vorab getroffen – und zwar eine personelle Entscheidung.
Alexandra Brandner fertigte seit Beginn der Gesangsshow die bekannten Kostüme wie die Eisprinzessin, den Maulwurf oder den Astronauten an. Doch nun teilte die Kostümbildnerin auf Facebook mit, dass ihr Vertrag aufgehoben worden sei, und übt massive Kritik am Sender. Unsere Redaktion hat ProSieben mit den Vorwürfen konfrontiert.
Kostümbildnerin fliegt bei „The Masked Singer“ raus
„Was mich natürlich nachdenklich macht, ist, wenn man nach sechs Jahren bei Masked Singer entsorgt wird wie ein alter Putzlappen“, teilt sie ihren Rausschmiss aus der Sendung via Social Media mit. Über die Art und Weise sei sie menschlich sehr enttäuscht. „Es ist sehr traurig, dass man die Arbeit eines Menschen, der sich voll eingesetzt hat und auch maßgeblich am Erfolg beteiligt war und immer versucht hat, das Schönste optisch für den Zuschauer rauszuholen, dass man zwischenmenschlich so miteinander umgeht“, wird sie deutlich.
Sie hätte sich ein offenes und persönliches Gespräch über die Gründe für das Ende der Zusammenarbeit gewünscht. Brandner kritisiert, dass dem Sender und der Produktionsfirma der Mut gefehlt habe, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und mit ihr darüber zu sprechen. Die preisgekrönte Schneiderin und Maskenbildnerin glaubt, dass die Finanzen bei der Entscheidung eine Rolle gespielt hätten. Ihre Kostüme seien einfach zu teuer für den Sender geworden und man sehe sich nach einer günstigeren Alternative um.
ProSieben äußert sich nur vage zum Aus
Zwischen 300 und 600 Stunden Arbeit und jeweils 20.000 Euro Wert steckten in den aufwändigen Anzügen und Looks. Alexandra Brandner habe sogar Verständnis für solche personellen Entscheidungen, immerhin „passiert das jeden Tag in meiner Branche“, erklärt sie weiter. Gleichzeitig betont sie, dass Qualität und „höchste Handwerkskunst“ nun mal ihren Preis hätten.
Der Sender erklärte die Entscheidung auf Nachfrage dieser Redaktion wie folgt: „ProSieben erneuert ‚The Masked Singer‘ für diesen Herbst an vielen Stellen. Mehr Masken, mehr Enthüllungen, neuer Show-Modus. Dazu arbeitet die Produktionsfirma wie auch schon in der Vergangenheit mit wechselnden Kreativ-Teams und Kreativ-Werkstätten zusammen.“ Auf die Kritik der Kostümbildnerin ging der Sender nicht weiter ein.
Dieser Artikel erschien zuerst unter Rausschmiss bei „The Masked Singer“: „Entsorgt wie ein alter Putzlappen“ auf DerWesten.de.
