Bei „Bares für Rares“ schätzen die Schwestern ihr Erbstück komplett falsch ein. Was die Expertise über das Compotier verrät.
In der Freitags-Ausgabe von „Bares für Rares“ sorgte ein besonderes Objekt für Aufmerksamkeit: Die Schwestern Sylke und Tina brachten ein Compotier mit in die Sendung von Horst Lichter. Ihr Wunschpreis: 500 Euro. Doch dieser stellte sich schnell als unrealistisch heraus.
Compotier bei „Bares für Rares“ stammt wohl aus dem Jahr 1900
Ein besonderes Tischgeschirr wurde am Freitag zum Highlight bei „Bares für Rares“. Zwei Schwestern bringen ein Compotier in die Sendung von Horst Lichter. Dabei handelt es sich um eine elegante Servierschale, die früher vor allem für Kompott, Obst oder Süßspeisen verwendet wurde. Ein besonders schönes Exemplar hatten Sylke und Tina im Gepäck. Gefunden hatten die beiden das Stück bei einer Haushaltsauflösung.

Expertin Wendela Horz ordnete das Objekt zeitlich um 1900 ein und erkannte die Herkunft als Wien. Besonders auffällig seien die floralen Durchbruchsarbeiten, der gebogte Rand mit Perlmuster und die Diana-Kopf-Punze, die auf 800er-Silber hinweist. Auch der originale Glaseinsatz, der meist aus Böhmen stammt, mache das Stück besonders interessant. Obwohl sich der Silberschmied nicht eindeutig bestimmen ließ, wurde das Compotier Hermann Südfeld zugeschrieben. Kleine Makel und einige Chips am Glasrand minderten den positiven Gesamteindruck nur leicht.
Wunschpreis bei „Bares für Rares“ um ein Vielfaches überboten
Der Wunschpreis der Verkäuferinnen lag bei 500 Euro. Aus Sicht der Expertin war das allerdings deutlich zu niedrig angesetzt. Wendela Horz taxierte das Compotier stattdessen auf 1.300 bis 1.500 Euro. Allein der Silberankaufswert liege bereits bei rund 1.100 Euro.
Im Händlerraum entwickelte sich anschließend ein spannendes Bieterduell. Das erste Gebot lag bei 500 Euro, doch der Preis stieg schnell auf 1.000 Euro. Mehrere Händler wollten sich das seltene Stück sichern, sodass es bis zum Schluss spannend blieb. Am Ende setzte sich Susanne Steiger durch und erhielt für 1.440 Euro den Zuschlag. Für die Verkäuferinnen fast der dreifache Wunschpreis.
Auch andere Verkäufer sorgten zuletzt für Überraschungen bei „Bares für Rares“
Dass der Wunschpreis bei „Bares für Rares“ deutlich übertroffen wird, ist keine Seltenheit. Erst kürzlich sorgte die 76-jährige Rosemarie aus Uetze für einen ähnlichen Moment: Sie brachte ein Weißgold-Armband mit Saphir und acht Brillanten aus dem Erbe ihres verstorbenen Mannes in die Show.
Trotz beschädigter Steine und einer abgebrochenen Krappe ließ sie sich im Händlerraum nicht abwimmeln – am Ende kassierte sie 2.200 Euro und übertraf ihre eigenen Erwartungen.
Nicht immer sind es Schmuckstücke, die bei „Bares für Rares“ für Aufsehen sorgen: Erst kürzlich brachte ein Ehepaar aus Helmbrechts einen pikanten Dachboden-Fund mit ins Studio – neun rund 100 Jahre alte Erotik-Hefte
