Falsche Informationen über ein antikes Schmuckstück sorgen für große Augen bei „Bares für Rares“. Wie wertvoll ist die vermeintliche Gold-Kette wirklich?
Köln – Eine vermeintliche Goldkette sorgt in der „Bares für Rares“-Folge vom 21. Juli für Verwirrung im Experten-Studio. Die 72-jährige Rosi aus Springe bei Hannover hat das antike Erbstück mit in die ZDF-Show gebracht. Ihre Mutter hatte das filigrane Kettchen mit dem Amethysten als Anhänger vermutlich in den 1930er Jahren von einer Tante geschenkt bekommen.


„Ich weiß nicht viel über den Schmuck“, erzählt Rentnerin Rosi Moderator Horst Lichter. „Ob der Stein echt ist, wusste meine Mutter nicht.“ Die Kette sei aber nicht aus reinem Gold, sondern ein Doublé, wisse sie. Doublé meint dabei eine dünne Goldlegierung auf einem unechten Kern.

Gold-Expertise sorgt für Erstaunen bei „Bares für Rares“
Diese Aussage wiederum irritiert Schmuck-Expertin Heide Rezepa-Zabel, die noch einmal zu ihrer Lupe greift. „Also, ich habe das jetzt hier mehrfach getestet, die Kette besteht aus 14-karätigem Gold.“ Massiver Schmuck also, noch dazu antik mit einem sechs Karat schweren Amethysten als Anhänger, laut Rezepa-Zabel gefertigt irgendwann in den Jahren 1890 bis 1900.
Besitzerin Rosi ist überrascht, da hat die Familiengeschichte sie wohl auf eine falsche Fährte geführt. Dennoch, als Wunschpreis nennt sie bescheidene 100 Euro. Schon als Heide Rezepa-Zabel den reinen Goldwert von 530 Euro nennt, steht der Niedersächsin die Überraschung ins Gesicht geschrieben. Die Expertise von 800 bis 900 Euro toppt das Ganze noch. „Ich bin platt“, kann Rosi nur noch sagen.
Die Händlerkarte akzeptiert sie ohne zu zögern. Und Sorgen, dass ihr Erbstück nicht ankommt, braucht sie sich gar keine zu machen. Als erste nimmt Schmuckhändlerin Susanne Steiger das filigrane Stück in Augenschein – und ist völlig hin und weg, trägt das Kettchen gleich einmal Probe.
Aber auch die Händler-Kollegen Daniel Meyer und Jan Čížek, der erst kürzlich mit Anaisio Guedes in Erinnerungen an ein Bietergefecht der besonderen Art schwelgte, zeigen großes Interesse an dem antiken Schmuck. „Romantik pur“, kommentiert der Händler aus Tschechien.
Goldkette geht für neunfachen Wunschpreis an Schmuckhändlerin
Susanne Steiger startet mit 700 Euro, Čížek geht auf 750 Euro, und auch Meyer steigt noch ein. Irgendwie scheint aber von vornherein klar, dass das Kettchen an die Händlerin aus dem Rheinland gehen wird. „Susi, du lässt dir das doch nicht wegnehmen“, wirft Eifel-Kollege Waldi Lehnertz ein. „Natürlich nicht“, ist deren knappe Antwort, bevor sie 900 Euro bietet – und den Zuschlag erhält.
Eine glückliche Rosi verlässt mit neun 100-Euro-Scheinen das „Bares für Rares“-Studio – und geht damit mit dem Neunfachen ihres ursprünglichen Wunschpreises nach Hause. Das geht längst nicht jedem so in der ZDF-Trödelshow: Entspricht antiker Schmuck nicht mehr der aktuellen Mode, fällt er bei den Händlern auch mal eiskalt durch. Auch der aktuell hohe Goldpreis trägt sein Teil dazu bei, dass vermeintlich wertvoller Schmuck nicht ankommt.
Aber auch die Händler-Kollegen Daniel Meyer und Jan Čížek, der erst kürzlich mit Anaisio Guedes in Erinnerungen an ein Bietergefecht der besonderen Art schwelgte, zeigen großes Interesse an dem antiken Schmuck. „Romantik pur“, kommentiert der Händler aus Tschechien.
Goldkette geht für neunfachen Wunschpreis an Schmuckhändlerin
Susanne Steiger startet mit 700 Euro, Čížek geht auf 750 Euro, und auch Meyer steigt noch ein. Irgendwie scheint aber von vornherein klar, dass das Kettchen an die Händlerin aus dem Rheinland gehen wird. „Susi, du lässt dir das doch nicht wegnehmen“, wirft Eifel-Kollege Waldi Lehnertz ein. „Natürlich nicht“, ist deren knappe Antwort, bevor sie 900 Euro bietet – und den Zuschlag erhält.
Eine glückliche Rosi verlässt mit neun 100-Euro-Scheinen das „Bares für Rares“-Studio – und geht damit mit dem Neunfachen ihres ursprünglichen Wunschpreises nach Hause. Das geht längst nicht jedem so in der ZDF-Trödelshow: Entspricht antiker Schmuck nicht mehr der aktuellen Mode, fällt er bei den Händlern auch mal eiskalt durch. Auch der aktuell hohe Goldpreis trägt sein Teil dazu bei, dass vermeintlich wertvoller Schmuck nicht ankommt.
