Manchmal sind es die unscheinbaren Objekte, die bei „Bares für Rares“ für die größten Überraschungen sorgen. In der aktuellen Ausgabe bringen die Schwestern Birgit und Tanja aus Saarbrücken ein rätselhaftes Glasobjekt zu Horst Lichter – und gehen am Ende mit weit mehr Geld nach Hause, als sie sich erhofft hatten. „Bares für Rares“: Rätsel um […]
Manchmal sind es die unscheinbaren Objekte, die bei „Bares für Rares“ für die größten Überraschungen sorgen. In der aktuellen Ausgabe bringen die Schwestern Birgit und Tanja aus Saarbrücken ein rätselhaftes Glasobjekt zu Horst Lichter – und gehen am Ende mit weit mehr Geld nach Hause, als sie sich erhofft hatten.
„Bares für Rares“: Rätsel um filigranen Glasfund
Zunächst war nicht ganz klar, wofür das Stück eigentlich gedacht war. Die Schwestern hatten das Objekt im Auftrag ihrer Mutter mitgebracht und selbst keine genaue Vorstellung von seiner ursprünglichen Funktion. Erst die Expertise brachte Licht ins Dunkel. Wendela Horz (56) ordnete das Fundstück als dekorativen Kerzenhalter ein – möglicherweise fehlt allerdings sogar noch ein dazugehöriges Gegenstück.

Zeitlich und stilistisch ließ sich der Kerzenhalter recht klar einordnen. Die Expertin verortete das Werk im Jugendstil, der Entwurf stammt vermutlich von Loetz Witwe in der Klostermühle in Böhmen und dürfte am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden sein. Eine Signatur, die den Ursprung zweifelsfrei belegen könnte, fehlt zwar. Doch der vergoldete Zinnfuß, der an einen Seerosenteich mit zwei Libellen erinnert, sowie das kunstvoll bearbeitete, irisierende Glas ließen keinen Zweifel an der Herkunft. Kleine Makel wie schwarze Verunreinigungen im Glas und abgerissene Glasfäden trübten den Gesamteindruck nur leicht.
„Bares für Rares“-Schwestern bekommen mehr als das Fünffache
Der Wunschpreis der Verkäuferinnen lag bei überschaubaren 200 Euro. Doch bereits die Expertise machte deutlich, dass Birgit und Tanja ihr Erbstück deutlich zu niedrig eingeschätzt hatten. Wendela Horz taxierte den Kerzenhalter auf 500 bis 700 Euro. Damit hatten die Schwestern gute Karten für den Händlerraum.
Und tatsächlich: Bereits das erste Gebot lag mit 400 Euro doppelt so hoch wie der Wunschpreis. Anschließend kletterte der Preis rasch weiter, bis schließlich David Suppes den Zuschlag erhielt. Für stolze 1.070 Euro wechselte das Jugendstil-Objekt den Besitzer – mehr als das Fünffache dessen, was Birgit und Tanja ursprünglich erhofft hatten. Ein rundum gelungener Auftritt für die beiden Schwestern aus Saarbrücken.
Auch dieses besondere Fundstück brachte bei „Bares für Rares“ viel Geld ein
Dass Fans der ZDF-Trödelshow zuletzt einige spektakuläre Momente erleben durften, zeigt auch der Fall von Verkäuferin Lorica. Sie brachte gemeinsam mit ihrer Tochter Christina ein paar Tennisschuhe zu Horst Lichter – angeblich einst von Boris Becker persönlich getragen. Als Beleg diente ein Polaroid-Foto mit Autogramm der Tennislegende. Der Bezug zu Becker: Loricas Sohn hatte einst im selben Tennisverein in Leimen wie Becker gespielt, die Familien wohnten in derselben Straße. Boris Beckers Vater habe die Schuhe damals verschenkt.
Auch wenn Experte Detlev Kümmel Zweifel anmeldete, dass Becker das Paar tatsächlich bei einem Turnier trug – die Signatur auf dem Polaroid hielt er dagegen für echt. Im Händlerraum sorgte der prominente Bezug jedenfalls für Bewegung: Am Ende bekam Benjamin Leo Leo mit dem passenden Zuruf „Spiel, Satz und Sieg – 500!“ für 500 Euro den Zuschlag. Genau im Rahmen der Expertise – und ein Deal, mit dem Lorica das Studio schließlich zufrieden verließ.
