Horst Lichter zeigt eine ganz neue tiefe Seite. Was der „Bares für Rares“-Star über seine Lebenszeit verrät.
Diese Worte hätte man von Horst Lichter so nicht erwartet. Der sonst so gut gelaunte „Bares für Rares“-Moderator zeigt bei „Punkt 12″ plötzlich eine ganz ernste Seite. Mit einem einfachen Maßband macht er klar, wie kostbar das Leben für ihn wirklich ist – und rührt damit viele Menschen.
Horst Lichter erklärt seine Maßband-Aktion
„Schnipp, schnapp!“ Horst Lichter schneidet vor laufender Kamera ein Stück von einem Maßband ab. 100 Zentimeter stehen dabei für 100 Lebensjahre. Das kleinere Stück behält er in der Hand. „Ich bin jetzt 64″, sagt er. „Wenn man davon ausgeht, dass ein Mann im Durchschnitt etwa 80 Jahre alt wird, bleiben mir noch 15 Mal Frühling, Sommer, Herbst und Winter.“

„Und jedes Jahr kommt ein Stück weg“, so Lichter. „15 Sommer sind nicht viel. Und aus dem Grund habe ich keine Zeit für schlechte Laune.“
Zwei Schlaganfälle mit unter 30: „Ich lag schon zu Hause im Bett und war weg“
Warum Horst Lichter das Leben heute so bewusst genießt, hat einen konkreten Grund. Der 64-Jährige hat bereits zwei Schlaganfälle überstanden – mit gerade einmal 26 und 28 Jahren. „Ich lag schon zu Hause im Bett und war weg“, erinnert er sich. Eine Hausärztin habe ihm damals in letzter Sekunde das Leben gerettet
Heute lässt sich der TV-Star nichts mehr entgehen. Erst kürzlich fuhr er mit Ehefrau Nada ganz spontan nach Rom – einfach so. Horst Lichter genießt jeden „Zentimeter“ – bewusst und mit einem Lächeln.
Nicht der erste Schicksalsschlag im Leben von Horst Lichter
Warum Horst Lichter das Leben heute so bewusst betrachtet, hat auch mit weiteren tiefen Einschnitten zu tun. Im Podcast von Barbara Schöneberger hatte der TV-Star bereits im Mai über den Tod seiner Mutter gesprochen. Monatelang war er damals an ihrer Seite gewesen: „Als ich meine Mutter begleitet habe, beim Entdecken des Krebses bis zum Tod, da war ich die Monate bei ihr“, erzählte Lichter. Nach dem Verlust wollte er sogar seiner gesamten TV-Karriere den Rücken kehren. „Danach habe ich gesagt: Das ist jetzt gut, ich kündige alles!“
Ein noch schwererer Schicksalsschlag traf ihn und seine Frau bereits Jahre zuvor. Das gemeinsame Baby wurde nur sechs Monate alt – ein Verlust, der tiefe Wunden hinterließ. Statt sich seiner eigenen Trauer zu stellen, funktionierte Lichter lange einfach weiter. Erst nach zwei schweren gesundheitlichen Rückschlägen wurde ihm klar, wie sehr die Vergangenheit an ihm nagte.
