Ein aufwendiger Silberpokal sorgt bei „Bares für Rares“ für Begeisterung. Warum das Erbstück am Ende weit mehr Geld einbringt als erwartet.
Ein Silberpokal mit adeliger Vergangenheit sorgt bei „Bares für Rares“ für staunende Gesichter. Vater und Tochter Ralf und Marlene bringen das aufwendig gestaltete Erbstück zu Horst Lichter – und gehen am Ende mit deutlich mehr Geld nach Hause, als sie sich erhofft hatten.
„Bares für Rares“: Silberpokal mit adeliger Vergangenheit
Eigentlich hatten Ralf aus Lüneburg und seine Tochter Marlene aus Flensburg den Pokal einst zum Trinken gekauft. Doch das Stück erwies sich schnell als viel zu groß für den Alltag – und blieb ungenutzt. Nun brachten die beiden das Erbstück in die ZDF-Trödelshow.

Ausgeführt ist der Pokal im klassischen Jugendstil und besteht aus 800er-Silber. Besonders auffällig sind die kunstvolle florale Gestaltung mit drei Narzissen, die Innenvergoldung sowie mehrere Gravuren. Eine davon sorgt für einen echten Aha-Moment: Sie stammt aus dem Jahr 1902 und ist eine Widmung von drei Söhnen an ihre Mutter zum 70. Geburtstag. Auch ein Allianzwappen auf dem Pokal deutet auf eine preußische Adelsfamilie hin. Als möglicher Hersteller wird der Silberschmied Alexander Schöllkopf aus Pforzheim genannt – eine hundertprozentige Zuordnung ließ sich in der Sendung aber nicht treffen.
Silberpokal bringt bei „Bares für Rares“ ordentlich Geld
Ralf hatte als Wunschpreis mindestens den Silberwert im Kopf. Expertin Wendela Horz taxierte diesen auf rund 940 Euro, den Gesamtwert des Pokals sogar auf etwa 1.100 Euro. Damit waren die beiden gut gerüstet für den Händlerraum – und die Rechnung ging voll auf.
Denn dort entwickelte sich ein lebhaftes Bieterduell. Die Gebote kletterten von 750 Euro rasch weiter, kletterten schließlich sogar über die Expertise hinaus. Den Zuschlag erhielt am Ende Wolfgang Pauritsch, der für den Pokal stolze 1.350 Euro auf den Tisch legte. Ralf und Marlene verließen das Studio zufrieden – ihr Erbstück hatte sowohl den Silberwert als auch die Expertise deutlich übertroffen.
Auch dieser Jugendstil-Fund brachte bei „Bares für Rares“ viel Geld
Dass Jugendstil-Objekte bei „Bares für Rares“ für richtige Bieter-Duelle sorgen, hatte sich erst kürzlich gezeigt. Die Schwestern Birgit und Tanja aus Saarbrücken brachten ein filigranes Glasobjekt zu Horst Lichter – zunächst wusste keiner so richtig, wofür das Stück eigentlich gedacht war. Erst die Expertise brachte Licht ins Dunkel: Expertin Wendela Horz ordnete das Werk als dekorativen Kerzenhalter im Jugendstil ein. Der Entwurf stammt vermutlich von Loetz Witwe in der Klostermühle in Böhmen – vergoldeter Zinnfuß, kunstvolle Libellen und irisierendes Glas inklusive.
Ihr Wunschpreis lag mit 200 Euro allerdings deutlich zu niedrig. Wendela Horz taxierte den Kerzenhalter auf 500 bis 700 Euro – im Händlerraum kletterten die Gebote dann rasant weiter. Am Ende sicherte sich David Suppes das gute Stück für stolze 1.070 Euro. Für Birgit und Tanja bedeutete das mehr als das Fünffache ihres Wunschpreises – und einen unvergesslichen Auftritt in der ZDF-Trödelshow.
