Nach einem letzten Besuch im Gefängnis hat Toni den Kontakt zu Nina abgebrochen. Nina bleibt mit ihren Schuldgefühlen und ihrem Schmerz allein zurück. Zum ersten Mal überkommen sie ihre Gefühle und sie fegt ein Tablett mit einer Mahlzeit durch die Zelle, um ihrer Wut auf sich selbst Luft zu machen. Dabei geht Geschirr zu Bruch. Eine Scherbe bleibt zurück, die Nina in einem verzweifelten Moment findet.
ACHTUNG, SPOILER!
Jessi hat das ungute Gefühl, dass es ihrer Schwester nach Tonis Besuch schlecht geht. Sie setzt alles daran, schnell einen Besuchstermin zu bekommen, und dank Jo Gerner gelingt ihr das auch. Sie befürchtet, dass Nina sich etwas antut, und damit hat sie nicht ganz Unrecht. Nina starrt tatsächlich auf die Scherbe und dreht sie nachdenklich in der Hand. Allerdings kann sie selbst noch die Notbremse ziehen. Sie sucht sich Hilfe im Gefängnis und spricht mit einer Psychologin. Der Gedanke, ihren Kindern auch noch einen Selbstmord aufzulasten, hat sie zurückgehalten.
All das erzählt sie Jessi am nächsten Tag beim Besuchstermin. Jessi ist erleichtert und verspricht, ab sofort jeden Tag mit Nina zu telefonieren und so oft wie möglich vorbeizukommen. Doch Nina will das nicht. Sie findet, dass sie Jessi schon viel zu viel zugemutet hat, und bietet ihr einen anderen Weg an. Jessi soll sie nun loslassen und sich einzig und allein um ihr eigenes Leben – vor allem um die Beziehung zu Philip – kümmern. Für sich selbst hat Nina einen eigenen Weg gefunden.
Eine letzte Botschaft
Nina hat einen Antrag auf Verlegung in das Gefängnis in Vechta in Niedersachsen gestellt, das über eine psychologische Betreuung verfügt. Sie möchte nun lernen, allein zurechtzukommen, und ihre Vergangenheit aufarbeiten. „Ich war mein ganzes Leben lang feige“, sinniert sie. Nun möchte sie sich ihrem Leben und ihren Taten stellen. Sie verabschiedet sich aus Berlin mit einem Video an Familie und Freunde.
„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft montags bis freitags um 19.40 Uhr bei RTL und vorab bei RTL+.
