In der neuen Folge von „Alles was zählt“ (ab 25.02. auf RTL+ abrufbar) kommt endlich ans Licht, warum das Verhältnis zwischen Jan Köster und seinem Zwillingsbruder Mika Köster (Daniel Noah) so tief zerrüttet war. Nach dem eskalierenden Ausraster bei der Testamentseröffnung sucht Mika erneut das Gespräch mit Imani Okana (Féréba Koné) – diesmal im St. Vinzenz Krankenhaus. Doch was er ihr dort gesteht, wirft ein völlig neues Licht auf die Vergangenheit der Brüder.
Ein folgenschwerer Kunstfehler
Imani ist alles andere als begeistert, Mika nach seinem Wutanfall wiederzusehen. Trotzdem hört sie sich seine Erklärung an. Mika berichtet von der gemeinsamen Vergangenheit: Nach dem frühen Tod der Eltern bei einem Autounfall hätten sich die Zwillinge auseinandergelebt. Während Jan viel unterwegs gewesen sei, sei er selbst am Klinikum in Münster geblieben – bis Jan dort zufällig ebenfalls anfing.
Dann geschah der verhängnisvolle Fehler: Mika interpretierte ein Röntgenbild falsch und entnahm einer Patientin das falsche Gewebe. Die Folge waren irreversible Nervenschäden. Ein schwerer Kunstfehler. Doch laut Mika gab es entlastende Umstände: starkes Narbengewebe erschwerte die Bildgebung, zusätzlich sei es in der Radiologie zu einem Übermittlungsfehler gekommen.
Jan wusste davon – und entschied sich trotzdem, die Klinikleitung darüber zu informieren, dass der Fehler vermeidbar gewesen sei. Für Mika fühlte sich das wie Verrat an. Er verlor seine Approbation, seine Karriere zerbrach – und mit ihr auch die Beziehung zu seinem Bruder.
Imani stellt sich gegen Mika
Doch Imani reagiert anders als erhofft. Sie verteidigt ihren verstorbenen Mann: „Jan hatte recht – du hast einen Kunstfehler gemacht.“ Für sie zählt die Verantwortung gegenüber der Patientin mehr als brüderliche Loyalität. Mika gibt zwar zu, dass er den Fehler zu spät erkannt habe, doch der Schmerz über Jans Entscheidung sitzt tief.
Dann offenbart er seine neueste Information: Er habe Richard Steinkamp (Silvan-Pierre Leirich) kennengelernt. Dieser habe ihm von seiner Herztransplantation erzählt – und dass dabei nicht alles regelkonform abgelaufen sei. Es sei Jans letzter Wunsch gewesen.
Für Imani ist das zu viel. Eben noch habe Mika seinen Bruder gehasst, jetzt spreche er plötzlich von ihm als gutem Menschen. Für sie wirkt sein Verhalten unberechenbar und gefährlich. Sie zieht eine klare Grenze und schickt ihn weg: Es sei besser, wenn sie sich nicht mehr sehen.
Droht ein Nachspiel?
Doch die Frage bleibt: Wird Mika die brisanten Informationen über die Transplantation für sich nutzen? Und könnte seine Vergangenheit als Arzt erneut zum Druckmittel werden?
Fest steht: Der wahre Grund für den Streit der Zwillinge ist ans Licht gekommen – doch der emotionale Schaden scheint noch lange nicht überwunden.