Köln – Nicht immer schaffen es die Kandidaten bei “Bares für Rares” in den Händlerraum. Dieses Mal erwischt es ein Vater-Tochter-Duo, welches nach der Expertise den Auftritt abbricht.

“Ich wittere etwas Aufregendes”, glaubt Moderator Horst Lichter (64), als er das Objekt sieht, welches Anke und Willi Hohmann in der ZDF-Trödelshow verkaufen wollen.
Tochter und Vater haben nämlich ein altes Kruzifix mit, das sie aus einem Kirchenhaushalt geerbt haben. “Mehr wissen wir über die Herkunft leider nicht”, so die Kandidatin.
Da ist es nur zu gut, dass Experte Albert Maier (77) bestens Bescheid weiß. “Es handelt sich um ein Standkreuz aus dem Jahr 1892”, gibt der Sachverständige preis.
Es sei einst für eine Glaubensgemeinschaft vom Kölner Franz Wüsten, der ein bekannter Juwelier gewesen sei, gefertigt worden.
“Er war päpstlicher Lieferant und hat bei Fabergé in St. Petersburg gelernt”, weiß der Experte, der das Kreuz für eine “wunderschöne Arbeit” hält.
“Bares für Rares”-Moderator Horst Lichter zeigt Verständnis

Doch bei dem eindrucksvollen Objekt gibt es auch ein Problem, denn da es nicht aus Edelmetall sei, sei es nicht so “wahnsinnig aufregend”. Das Kruzifix sei aber eine Handarbeit und nicht maschinell gefertigt worden.
“Wir hätten gerne eine Fünf mit drei Nullen”, macht Verkäufer Volker schnell klar.
Allerdings bringt er den 77-jährigen Experten damit in arge Verlegenheit, denn er könne den Preis so leider nicht unterschreiben. Der Sachverständige schätzte das Kreuz nämlich lediglich auf 1800 bis 2000 Euro.
Das Vater-Tochter-Gespann zeigt sich geschockt von der Expertise des Kunst- und Antiquitätenhändlers.
“Dafür ist es zu schön”, findet der Verkäufer daher auch und bricht den gemeinsamen Auftritt mit seiner Tochter ab.
“Da bin ich ganz ehrlich. Das kann ich voll verstehen”, zeigt der frühere TV-Koch Lichter Verständnis für das Ende.
“Bares für Rares” läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.