Bittere Gewissheit bei der „Bares für Rares“-Expertise: Eine Keramikvase weist deutliche Produktionsfehler auf.
Es sind die Momente, die die „Bares für Rares“-Zuschauer noch lange verfolgen dürften. In der knapp 13-jährigen Geschichte enthüllten die Expertisen der Sachverständigen ab und an Details, die die Fans, Moderator Horst Lichter und die Teilnehmer von den Socken hauten.
Ein günstiges Flohmarktstück entpuppt sich plötzlich als Schatz oder ahnungslose Verkäufer, die in Ekstase verfallen. Das sind die heißgeliebten Überraschungsmomente, doch es kann auch ganz anders ablaufen.
Die „Bares für Rares“-Expertise deckt ebenfalls Fälschungen oder Produktionsfehler auf. Dr. Friederike Werner bekam es in der Episode vom 14. Januar mit einer ungarischen Keramrik-Vase zu tun. Sofort fiel ihr ein markanter Produktionsfehler auf.
„Bares für Rares“: Ungarische Vase ziert den Expertentisch
Silke und Markus Kehl aus Leingarten haben ein Erbstück mit ins Pulheimer Walzwerk gebracht. Die besonderen Details macht Friederike Werner sofort aus: „Ein wunderschönes, kleines Gefäß aus Ungarn und aus der Zeit des Jugendstils. Es stammt aus Pécs von der Firma Zsolnay – und es ist um 1900 entstanden.“
Zudem stechen ihr der wundervoll schillernde Farbverlauf sowie die besondere gelb-blaue Farbgestaltung ins Auge. Moderator Horst Lichter und die „Bares für Rares“-Verkäufer folgen gespannt und fasziniert der Expertise – wohl kaum ahnend, was gleich folgen wird.
Plötzlich kommt ein Fehler ans Licht!
Friederike Werner sorgt für eine große Überraschung: „Der Zustand ist sehr gut erhalten. Was mir aufgefallen ist: Ich finde es echt interessant, was beim Brand oder der Herstellung passiert ist. Es gibt hier eine kleine weiße Fehlstelle. Da fehlt ein goldenes Pünktchen. Oder hier: kleine Stellen, die verbrannt aussehen. Da hat die Glasur nicht ganz ihre Farbigkeit erreicht. Das ist bei der Herstellung geschehen“, offenbart sie plötzlich.

Dennoch lässt sie die Verkäufer aufatmen: der Wert des Unikats ist unbestritten. So liegt ihre Expertisensumme zwischen gigantischen 1.800 und 2.000 Euro. Im Händlerraum folgt dann die traurige Gewissheit.
Die Gebote steigen nur zögerlich. Erst Wolfgang Pauritsch ist bereit, 1.400 Euro, die persönliche Schmerzgrenze der „Bares für Rares“-Verkäufer zu zahlen. Doch Freude kommt trotzdem auf! „Bei Wolfgang ist sie in besten Händen. Wir sind happy, dass er auf den Preis angesprungen ist.“, strahlt Markus.
Die beschriebene „Bares für Rares“-Folge ist übrigens in der ZDF-Mediathek verfügbar.
Dieser Artikel erschien zuerst unter „Bares für Rares“-Expertise entlarvt Fehler – doch danach kassiert der Verkäufer kräftig ab auf DerWesten.de.