„Bares für Rares“-Händler Benjamin Leo Leo kauft ein DDR-Objekt. Danach muss er sich der Wahrheit stellen.
Es gibt diese außergewöhnlichen Exponate, die bei den „Bares-für-Rares“-Händlern weit mehr hinterlassen als nur einen zufriedenstellenden Deal. „Genau deshalb bin ich Händler geworden“, werden die Geschäftsleute in diesen Momenten denken.
Viele dieser Augenblicke begleiten die Händler bis heute. In der ZDF-Ausgabe „Lieblingsstücke“ blicken sie auf ihre Schätze und die „Bares für Rares“-Szenen zurück. Zudem verraten sie manchmal, was aus den Exponaten geworden ist.
In der Episode vom 23. November gewährt Benjamin Leo Leo Einblicke in einen Fahrradkauf. Doch wie hat sich das Objekt wohl entwickelt?
„Bares für Rares“: Glänzendes DDR-Fahrrad zieht die Blicke auf sich
Gerd Towara und sein Freund Jens Gräfenhain aus Bad Doberan und Pasewalk haben ein ganz spezielles Zweirad aus der DDR ins Pulheimer Walzwerk gebracht. Es handelt sich um ein blaues, restauriertes Simson-Fahrrad aus dem Jahr 1953 in einem Top-Zustand.
Gerd weiß über sein Exponat bestens Bescheid. „Es wurde nur ein Jahr lang produziert und es hat eine Gangschaltung (Anm. d. Red. Drei-Gang-Schaltung), die es sonst bei diesem Fahrrad nicht gibt“, erzählt der „Bares-für-Rares“-Verkäufer. Eine echte Rarität also! Experte Detlev Kümmel taxiert den Wert auf 700 bis 900 Euro.

Händler Benjamin Leo Leo, als waschechter Bürger der früheren DDR, brennt sofort für das gute Stück. Doch ein Detail überrascht ihn: Für ihn war Simson seit jeher schlicht ein Motorradhersteller.
Im Händlerraum sind viele Damen und Herren sofort gefesselt. „Eine Augenweide“, schwärmt Susanne Steiger. Daniel Meyer und Benjamin Leo Leo liefern sich einen erbitterten Bieterwettstreit. Doch die Oberbehand behält Leo Leo!
Wer dreht heute mit dem Rad seine Runden?
Er legt 650 Euro auf den Händlertisch und erhält ein Exponat, das ihn an seine Jugendzeit erinnert. Dreht er selbst heute Runden im beschaulichen Grünen mit dem besonderen Simson-Fahrrad? Von wegen! „Ich bin selbst nie mit dem Fahrrad gefahren. Es war mir einfach zu gefährlich, das da etwas drankommt“, erzählt er.
Und auch das erhoffte Happy-End bleibt bis heute aus. Die Wahrheit trifft ihn hart: das gute Stück entpuppte sich nämlich als echter Ladenhüter. „Weil ich es nicht ausgeführt habe, hat es noch keiner gesehen. Es steht immer noch bei mir im Lager“, berichtet Leo vor der ZDF-Kamera. Es bleibt spannend, ob sich überraschend etwas daran ändert…
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