Betrug bei „Bares für Rares“ fliegt auf: 5.000 Euro in Rauch aufgelöst

Sandra Scheidt brachte zu „Bares für Rares“ eine Sitzbank und passende Stühle mit. Ihre Mitbringsel entpuppten sich als kleiner Flop.

Köln – Bei „Bares für Rares“ erlebt Verkäuferin Sandra Scheidt einen Moment, der ihr und den Zuschauern den Atem stocken lässt: In der ZDF-Show bringt sie eine opulente Sitzbank samt drei vermeintlich passender Stühle ins Studio, ein Erbstück ihres verstorbenen Vaters. Rund 10.000 D-Mark hatte er vor etwa 30 Jahren für das Ensemble bezahlt – in der Hoffnung auf ein edles, barockes Prachtstück. Doch Experte Albert Maier macht bei der Expertise in Köln schnell klar: Hier ist etwas gewaltig schiefgelaufen. „Ich bin so schockiert“, entfährt es ihm, als er die wahren Hintergründe der Sitzgruppe erkennt.

„Bares für Rares“: ZDF-Sendung mit Horst Lichter – Lindener dabei
Horst Lichter ist das Gesicht von „Bares für Rares“. (Archivfoto) © Frank W. Hempel/dpa

Albert erklärt, dass Sandras Vater für diese Summe damals eine echte barocke Sitzgarnitur hätte erwerben können. Stattdessen habe man ihm eine Mogelpackung verkauft: Zwar stamme die Sitzbank tatsächlich aus dem 19. Jahrhundert, die drei Stühle hingegen seien maximal 50 Jahre alt und lediglich zu passenden Stücken umgebaut worden, um den Eindruck eines Sets zu erwecken. Für die vermeintliche Antiquität kann der Kunstkenner daher nur einen Gesamtwert von 450 Euro ansetzen. Sandra, die zumindest auf 500 Euro gehofft hatte, ringt sichtlich mit der Enttäuschung, nimmt aber die Händlerkarte an.

Im „Bares für Rares“-Händlerraum wird der Schock noch größer: Die unpassenden Möbel, dazu ein historistischer Stil, der aktuell kaum gefragt ist – Fabian Kahl und die übrigen Händler bleiben reserviert. Am Ende wagt nur Markus Wildhagen ein Gebot und legt 300 Euro auf den Tisch, worauf Sandra nach kurzem Zögern eingeht, während Julian Schmitz-Avila offen durchblicken lässt, dass er selbst diesen Preis für zu hoch hält.

Erst vor einer Woche sorgte ein weiterer geplatzter Traum in der Sendung für Aufsehen: Ulrich und sein Sohn Lukas Brüggemann hofften auf einen Coup mit einem großformatigen Kunstdruck von Mark Rothko. Die Euphorie wich jedoch schnell Ernüchterung, als Experte Colmar Schulte-Golz in der Begutachtung klarstellte, dass es sich nur um eine Massenreproduktion ohne echten Sammlerwert handelte. Statt satter Gewinne mussten die beiden feststellen, dass ihr vermeintliches Meisterwerk kaum mehr als den Wert eines Posters hatte. Horst Lichter (64) zeigte bei der Bewertung keine Gnade. „Wir haben ein Problem, seid mir nicht böse, ich kann euch damit nicht zu den Händlern lassen“, machte der Moderator deutlich. Die Brüggemanns verließen die Show ohne Händlerkarte und mit leeren Händen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promiflash.de)

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