Ein Produkt aus der Stadt Essen sorgte für mächtig Gesprächsstoff bei „Bares für Rares“. Am Ende landete es in den Niederlanden.
An Kuriositäten ist „Bares für Rares“ nun wirklich nicht arm. Was gelangte nicht schon alles in die heiligen Hallen der Pulheimer Walzwerke. Das jedoch, was der Thüringer Andre Schmidt zuletzt in die ZDF-Sendung brachte, war auch für Horst Lichter mal etwas ganz Neues.
Und so machte der 64-Jährige ziemlich große Augen, als er sah, was sein Kandidat aus Saalfeld mitgebracht hatte. „Was ist das?“, wollte Lichter nach dem ersten Blick auf das Kästchen mit den kleinen Flaschen wissen. Man merkte es dem „Bares für Rares“-Star an – er hatte wahrlich nicht die leiseste Ahnung.
Ein Produkt aus Essen bei „Bares für Rares“
Doch die Auflösung folgte schnell. Es handelte sich um ein kosmetisches Mittel gegen abstehende Ohren. Aber hatte das Hand und Fuß? „Wir haben schon eine wissenschaftliche Grundlage“, erklärte „Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel. Und so erläuterte er erst einmal, was abstehende Ohren eigentlich seien. Diese würden eine Fehlstellung bedeuten, die mindestens 30 Gard betrage. Also wenn die Ohren um mehr als 30 Grad abstehen, spreche man von abstehenden Ohren.

Das Produkt, das Andre Schmidt mitgebracht hatte, stammte von der Firma „A-O-BE“ aus Essen, wobei die Buchstaben für „Abstehende Ohren Behandlung“ stehen würden, so Kümmel. Das war es jedoch schon, eine konkrete Adresse gebe es nicht. Das Mittel habe es als Set gegeben, das den Kundinnen und Kunden zugesandt worden sei. Dazu habe man die Tinktur, die eine Kleberartige Wirkung hatte, hinter die Ohren gestrichen, und so die Ohren angelegt.
Die niedrigste „Bares für Rares“-Expertise aller Zeiten?
„Im Prinzip werden die Ohren angeklebt“, erläuterte Horst Lichter. Hergestellt worden ist das Set übrigens in der Zeit rund um die 1950er-Jahre. Doch würde es auch die gewünschten fünf Euro aufwärts einbringen? Das sollte doch drin sein, auch wenn die Tinkturen nach all den Jahren nur noch optischen und keinen funktionalen Wert mehr hatten, oder?
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Naja, so richtig klar beziffern, konnte Detlev Kümmel es auch nicht. Und so setzte er mal einen Euro an. Ob es schon jemals einen geringeren Expertisen-Wert bei „Bares für Rares“ gab?
Unklar. Und so wurde es bei den Händlern durchaus spannend. „Das ist ganz schön skurril“, fasste Susanne Steiger zusammen. Das ließ sich Jos van Katwijk ordentlich was kosten. Und so gab es schlussendlich 30 Euro von dem Händler aus dem niederländischen Overloon. Sein Fazit: „So etwas Verrücktes habe ich noch nie gekauft.“
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Dieser Artikel erschien zuerst unter Produkt aus der Stadt Essen bei „Bares für Rares“: Händler zahlt 30-fachen Expertisen-Preis auf DerWesten.de.