Thomas Kurkamp bringt eine Bronzefigur zu „Bares für Rares“. Am Ende bekommt er genau die Summe, die er sich wünschte.
Manche Verkäufer bei „Bares für Rares“ brauchen Bedenkzeit, andere wissen genau, was sie wollen. Thomas Kurkamp gehört zur zweiten Sorte. Der 64-Jährige aus Hiddenhausen hat eine Bronzefigur dabei, die er einst zufällig bei einem Trödler entdeckte – und einen Wunschpreis, von dem er nicht abrücken will.
Bronzefigur bei „Bares für Rares“ zeigt einen Athleten mit Degen
Thomas Kurkamp arbeitet als Pharmareferent und hatte sich beim Trödler vor allem von der Dynamik der Figur überzeugen lassen. Zu sehen ist ein nackter Athlet mit einem Degen. Horst Lichter reagiert beim ersten Blick mit einem Scherz: „Das sieht sehr gefährlich aus. Vor allen Dingen ohne Schutzkleidung.“

Foto: Screenshot ZDF
Experte Colmar Schulte-Goltz erkennt in dem Objekt ein Werk nach einem Entwurf des Berliner Künstlers Schmidt-Felling. Der Athlet steht auf einem hohen Sockel aus poliertem Naturstein. Die Darstellung passe zum Kunstgeschmack um die Jahrhundertwende, als muskulöse Körper ein beliebtes Motiv waren. Kurkamps Exemplar dürfte zwischen 1910 und den 1920er-Jahren entstanden sein.
Experte bleibt bei „Bares für Rares“ unter dem Wunschpreis
Besonders positiv fällt Colmar Schulte-Goltz der Degen auf. Bei vergleichbaren Figuren sei dieser oft verbogen, beschädigt oder ganz verschwunden. Hier ist der filigrane Schwung vollständig erhalten. Genau dieses Detail macht die Figur wertvoller als viele andere Exemplare.
Beim Preis wird es dann etwas nüchterner. Thomas Kurkamp wünscht sich 300 Euro, der Experte schätzt den Wert auf 200 bis 300 Euro. Der Wunschpreis bildet damit gerade noch das obere Ende der Expertise. Im Händlerraum eröffnet Friedrich Häusser mit 250 Euro, ein weiteres Gebot liegt bei 280 Euro, dann geht Häusser auf 300 Euro. Kurkamp muss nicht lange überlegen und schlägt ein.
Nicht jeder verlässt „Bares für Rares“ mit einem Deal
Dass es auch anders laufen kann, zeigte zuletzt der Fall von Phillip Lödige. Er brachte eine Bronzefigur eines Golfers mit, die er von seiner Tante geerbt hatte. Sein Wunschpreis lag bei 20.000 Euro, die Expertise bei 15.000 Euro.
Im Händlerraum bot Wolfgang Pauritsch schließlich 8.500 Euro. Selbst Horst Lichter, der den Verkäufer begleitete, konnte daran nichts ändern. Lödige lehnte ab und nahm die Figur wieder mit nach Hause. Thomas Kurkamp erging es an diesem Tag deutlich besser: Er bekam exakt die Summe, die er sich vorgenommen hatte.
