Ehepaar aus Schlitz bei „Bares für Rares“ – für sie geht ein Traum in Erfüllung

 „Ich wollte schon immer mal zu euch.“ Für Marion Graef aus Schlitz geht mit dem Auftritt bei „Bares für Rares“ ein Traum in Erfüllung. Begleitet wird sie von Ehemann Rainer, der die zum Verkauf stehende Rarität dabei hat.

Köln/Schlitz – Das Ehepaar aus der Burgenstadt im Vogelsberg hat eine Deckenlampe im Design des sogenannten Space Age im Gepäck. Diese besteht aus drei kleinen Lampenschirmen in einem warmen Gelbton, die entfernt an ein UFO erinnern – daher der Name. Beliebt war dieses Design laut „Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek in den 1960er und 1970er Jahren.

Marion und Rainer Graef aus Schlitz sowie Horst Lichter lauschen aufmerksam der Expertise von Vintage-Fachmann Sven Deutschmanek (links).
Marion und Rainer Graef aus Schlitz sowie Horst Lichter lauschen aufmerksam der Expertise von Vintage-Fachmann Sven Deutschmanek (links). Das Paar möchte die dreiteilige, gelb-orangefarbene Designerlampe aus den 70er Jahren verkaufen. © ZDF (Screenshot: Fuldaer Zeitung)

Bevor es an die Bewertung der Rarität geht, möchte Moderator Horst Lichter wie üblich ein bisschen Persönliches über seine Gäste erfahren. Marion und Rainer Graef leben in Schlitz – weder Lichter noch Deutschanek kennen die Burgenstadt, wie sie einräumen. Rainer ist Speditionskaufmann „auf der Zielgeraden“, Marion verbringt viel Zeit mit ihren vier Enkeln. „Die sind klasse“, schwärmt die Oma mit leuchtenden Augen.


Ehepaar aus Schlitz erfüllt sich Traum mit „Bares für Rares“-Auftritt

Außerdem bekennt sie, glühender „Bares für Rares“-Fan zu sein. Quasi jeden Monat sei er, der Trödelmarkt-Fan, gefragt worden, ob er denn nicht mal was habe für die ZDF-Sendung, berichtet Ehemann Rainer mit einem Lachen. „Ich wollte immer mal zu euch“, ergänzt Marion. Und nun hat es geklappt, mit einer Design-Lampe, die aus der Haushaltsauflösung einer Bekannten stammt, wie die beiden Schlitzer berichten.

Um einen absoluten Design-Klassiker handele es sich hier zwar nicht, steigt Vintage-Fachmann Sven Deutschmanek in seine Expertise ein. Die Leuchte stamme allerdings von einem namhaften Hersteller, Kaiser-Leuchten. Das Unternehmen wurde im 19. Jahrhundert im Sauerland gegründet und stellte anfangs vor allem Industrielampen her. Erst später folgten Designer-Stücke. Mittlerweile besteht das Unternehmen nicht mehr als eigenständige Firma.

Leuchten wie die des Schlitzer Ehepaares seien landläufig bekannt als Kaskadenleuchten, weil man sie wie einen Wasserfall in unterschiedlicher Höhe aufhängen könne. Das warmgelbe Licht sorge für ein schönes Ambiente. „Ich finde sie wunder-, wunderschön“, schwärmt Experte Deutschmanek. Dennoch will er den Wunschpreis der Graefs – jeder „Bares für Rares“-Kandidat wird von Horst Lichter aufgefordert, einen solchen zu äußern – nicht erfüllen. 200 bis 500 Euro erhofft sich das Paar, Deutschmanek hält 150 bis 200 Euro für realistisch.

Designer-Lampe aus den 70ern stößt auf lebhaftes Interesse

Das akzeptieren die beiden Schlitzer und ziehen mit der berühmten Händlerkarte in der Hand weiter ins Verkaufszimmer. Dort warten fünf Händler auf die beiden: Fabian Kahl, der kürzlich erstmals Vater geworden ist, Christian Vechtel, Elke Velten, Markus Wildhagen und David Suppes.

Und bis auf Schmuck-Fachfrau Elke Velten haben alle Händler Interesse an dem Designer-Stück aus den 70ern, wissen dessen Wert allerdings durchaus realistisch einzuschätzen. Das erste Gebot gibt Christian Vechtel mit 90 Euro ab, doch seine Kollegen erhöhen zügig. Bis der Düsseldorfer Antiquitätenhändler Markus Wildhagen bei 200 Euro schließlich den Zuschlag erhält.

Für 200 Euro verkauft Marion Graef ihre Designer-Leuchte an Antiquitätenhändler Markus Wildhagen.
Für 200 Euro verkauft Marion Graef ihre Designer-Leuchte an Antiquitätenhändler Markus Wildhagen. © ZDF (Screenshot: Fuldaer Zeitung)

Marion und Rainer Gräfe sind zufrieden mit dem Erlös und verabschieden sich mit den Worten: „Es hat Spaß gemacht. Wir wollen wiederkommen.“ Also wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann ein Wiedersehen mit den Vogelsbergern im „Bares für Rares“-Studio im Pulheimer Walzwerk.

Der Auftritt des Schlitzer Ehepaares war zu sehen in der „Bares für Rares“-Folge 2441 vom 1. September. Die Episode ist nach wie vor abrufbar in der ZDF-Mediathek. In derselben Episode hat auch ein Oma-Enkel-Gespann aus Bremen seinen Auftritt – Enkel Robin überrascht erst Horst Lichter, und verdirbt dann seiner Oma den Deal.


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