Flohmarkt-Fund für 1.400 Euro: „Bares für Rares“-Schatz überrascht Verkäufer

 



Ein Freund kaufte ihn ahnungslos auf einem Antikmarkt. Bei „Bares für Rares“ entpuppt sich der Bruststern als Zarenorden.

Ein Zufallsfund mit Geschichte: Bei „Bares für Rares“ bringen Vater und Sohn einen Orden aus der Zeit des letzten russischen Zaren mit. Ursprünglich stammt das Stück von einem Antikmarkt – im Händlerraum wird es heiß umkämpft.

„Bares für Rares“: Zarenorden vom Antikmarkt

Den Weg zu „Bares für Rares“ fand der Orden über Umwege: Ein Freund von Verkäufer Heinz hatte ihn ahnungslos auf einem Antikmarkt gekauft. Später erwarb Heinz das Stück von ihm. Gemeinsam mit Sohn Christoph lässt er es nun bei Horst Lichter schätzen.

Vom Antikmarkt zu „Bares für Rares“: Der Zarenorden bringt am Ende 1.400 Euro. Foto: Screenshot ZDF

Expertin Wendela Horz bestätigt: Es handelt sich um den Bruststern eines russischen Sankt-Anna-Ordens erster Klasse. Anhand der Punzen datiert sie ihn auf die Zeit von Nikolaus II., genauer zwischen 1908 und 1917. Gefertigt ist er aus vergoldetem Silber mit Emaille. Allerdings zeigt der Orden deutliche Gebrauchsspuren und wurde bereits repariert.

Zarenorden bringt 1.400 Euro

Für den Zarenorden wünschen sich die Verkäufer 1.000 bis 1.200 Euro, die Expertin schätzt ihn sogar auf 1.000 bis 1.300 Euro. Im Händlerraum liefern sich gleich drei Händler einen lebhaften Bieterwettstreit. Von 250 Euro geht es schnell auf 1.000 Euro, am Ende wechselt der Orden für 1.400 Euro den Besitzer. Heinz und Christoph sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Der Sankt-Anna-Orden wurde vom Zaren an Generäle, Minister und hohe Staatsbeamte verliehen – nicht für militärische Erfolge, sondern vor allem als Tugendorden. Gestiftet hatte ihn mit Karl Friedrich von Holstein-Gottorf ein Deutscher, der mit einer Russin verheiratet war.

„Bares für Rares“: Überraschungskauf im Händlerraum

Nicht nur beim Zarenorden ging es im Händlerraum von „Bares für Rares“ zuletzt spannend zu. Auch ein Batmobil und ein Batboat aus den Jahren 1976 bis 1978 sorgten für Gesprächsstoff. Horst Lichter konnte mit Batman allerdings wenig anfangen, die frühen Filme fand er „echt albern“. Experte Sven Deutschmanek schätzte das unvollständige Set auf 350 bis 450 Euro

Wolfgang Pauritsch startete im Händlerraum mit 20 Euro, am Ende erhielt ausgerechnet Elke Velten bei 250 Euro den Zuschlag. „Die Elke kauft das Spielzeug, damit hätte wirklich keiner gerechnet“, staunt Pauritsch.

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