Zwei Brüder bringen den Schmuck ihrer verstorbenen Mutter zu „Bares für Rares“. Am Ende entscheiden sie sich schnell.
Manche Erbstücke sind zu wertvoll, um sie wegzugeben, und zu persönlich, um sie zu tragen. Dirk und Jürgen haben sich trotzdem entschieden. Die beiden Brüder bringen den Schmuck ihrer verstorbenen Mutter zu „Bares für Rares“ – gleich vier Stücke auf einmal.
Smaragde und Diamanten bei „Bares für Rares“
In der Schmuckdose liegen ein Ring, ein Collier, ein Armband und eine große Brosche. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel bescheinigt den Stücken einen gepflegten Zustand und findet beim genauen Hinsehen heraus, womit sie es zu tun hat: Die grünen Steine sind Smaragde, kombiniert mit zahlreichen Diamanten.

Allein im Ring stecken 2,08 Karat Diamanten. Insgesamt kommen die vier Stücke auf rund 4,5 Karat Diamanten und 2,4 Karat Smaragde, verarbeitet in 750er- und 585er-Gold. Ring und Brosche ordnet die Expertin den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren zu, Collier und Armband stammen aus einer späteren Zeit.
Expertise liegt über dem Wunschpreis der Brüder
Dirk und Jürgen hatten sich 8.000 bis 10.000 Euro vorgestellt – und lagen damit sogar zu niedrig. Schon der reine Goldankaufswert beträgt laut Rezepa-Zabel etwa 7.800 Euro. Rechnet man Edelsteine und Design dazu, kommt sie auf 11.000 bis 12.000 Euro.
Im Händlerraum sorgt allein das Öffnen der Dose für Aufsehen. Das erste Gebot liegt bei 6.500 Euro, danach geht es nach oben, bis bei 8.900 Euro Schluss ist. Die Brüder schlagen ein. Damit liegen sie zwar unter der Expertise, aber innerhalb ihrer eigenen Vorstellung.
Nicht jedes Schmuckstück erreicht die Expertise
Dass Schmuck im Händlerraum selten den Schätzwert erreicht, zeigte zuletzt auch der Fall von Monika. Sie brachte ein Aquamarin-Armband mit, das 14 Jahre im Schrank gelegen hatte. 22 Steine, zusammen rund 26 Karat, dazu ein Paar Ohrstecker. Die Signatur führte zu H. Stern in Rio de Janeiro.
Experte Patrick Lessmann taxierte das Set auf 3.500 bis 3.800 Euro. Das Bieten startete bei 1.300 Euro und endete bei 3.000 Euro – rund 500 Euro unter der Schätzung. Dirk und Jürgen kamen mit ihrem Smaragd-Set also vergleichsweise gut weg
