Vor Jahrzehnten auf dem Flohmarkt entdeckt: Wie viel diese Brosche bei „Bares für Rares“ am Ende einbringt.
Flohmarktfunde landen beim Verkaufen oft im unteren Preissegment. Bei „Bares für Rares“ läuft es anders. Karin brachte eine Brosche mit, die ihre Schwester vor Jahrzehnten auf einem Flohmarkt entdeckt hatte – und was darin steckt, überraschte selbst Horst Lichter.
Flohmarkt-Fund bei „Bares für Rares“ mit 90 Diamanten
Ins Studio kam Karin stellvertretend für ihre erkrankte Schwester. Gefunden hatte diese das Schmuckstück in den 1980er- oder 1990er-Jahren bei gemeinsamen Besuchen mit dem Vater.

Foto: Screenshot ZDF
Weil die Brosche keine Punzen trägt, also keine eingeschlagenen Stempel zur Materialangabe, musste erst ein Goldtest Klarheit schaffen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Das Stück besteht hauptsächlich aus 750er-Gold. Dazu kommen rund 90 Diamanten in unterschiedlichen Größen. Der größte wiegt etwa ein halbes Karat, insgesamt kommt die Brosche auf rund 5,5 Karat. Verarbeitung und Gestaltung passen zu den 1860er-Jahren.
Expertise liegt weit über dem Wunschpreis
Gestaltet ist die Brosche floral, mit Blüten und Efeuzweigen sowie einem schwarz emaillierten Ring. Der steht laut Expertise für die Ernsthaftigkeit und Beständigkeit einer Beziehung. Vollständig ist das Stück allerdings nicht mehr: Im oberen Bereich fehlt ein Element, und mindestens zwei der ursprünglichen Steine wurden durch moderne Diamanten ersetzt und eingeklebt.
Trotzdem steckt allein im Gold ein Ankaufspreis von rund 1.300 Euro. Karin hatte sich im Namen ihrer Schwester zunächst 800 bis 900 Euro erhofft – und lag damit weit darunter. Die Expertise kommt auf 3.000 bis 3.500 Euro.
Karin verhandelt im Händlerraum nach
Dort startet das Bieten genau beim Goldwert von 1.300 Euro. Über 1.500, 1.700 und 1.800 Euro klettert der Preis nach oben, bleibt aber deutlich unter der Schätzung.
An diesem Punkt greift Karin selbst ein und fragt nach 2.000 Euro. Das Angebot wird erhöht, sie nimmt an. Damit bringt der Flohmarkt-Fund am Ende mehr als das Doppelte dessen, was sich ihre Schwester erhofft hatte.
Auch andere bleiben unter der Expertise
Dass der Schätzwert im Händlerraum selten erreicht wird, zeigte zuletzt der Fall von Susanne aus Köln. Sie brachte einen Ring und einen Armreif mit Smaragden mit, die jahrelang in der Schublade gelegen hatten. Im größten Stein, einem Smaragd-Cabochon von rund 4,4 Karat, fanden sich mehrere Spannungsrisse.
Die Expertise lag bei 2.400 bis 3.000 Euro, der Wunschpreis bei 3.000 Euro. Verkauft wurde das Set schließlich für 2.900 Euro an Händlerin Susanne Steiger. Ganz bis zum Wunsch reichte es nicht – anders als bei Karin, die ihre eigene Erwartung deutlich übertraf.
