Eklat bei "Bares für Rares": Junge Verkäuferin begeht Regelbruch

 Köln - Ein Verkäufer-Duo möchte bei "Bares für Rares" ordentlich Geld machen. Doch bei der Expertise verschlägt es ihm die Sprache. Im Händlerraum folgt dann auch noch ein Regelbruch!

Voller Hoffnung hat sich Barbara Hannesen aus Detmold auf den Weg in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln gemacht.

Barbara Hannesen (2.v.l.) und ihre zukünftige Schwiegerenkelin Charlotte Eichmann möchten bei "Bares für Rares" zwei Schmuckstücke verkaufen.

Barbara Hannesen (2.v.l.) und ihre zukünftige Schwiegerenkelin Charlotte Eichmann möchten bei "Bares für Rares" zwei Schmuckstücke verkaufen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Gemeinsam mit ihrer zukünftigen Schwiegerenkelin Charlotte Eichmann aus Paderborn, die im April Barbaras Enkel heiraten wird, möchte sie eine Brosche und einen Ring verkaufen.

Den Schmuck habe Barbara von ihrer Oma geerbt. "Wo die Großmutter den herhatte, weiß ich nicht. Sie besuchte uns aber sehr häufig im Sudetenland während des Krieges, sie war aber nicht sehr beliebt, wenn sie kam, denn keine Frau war für ihren Sohn gut genug", verrät die Ostwestfälin.

Ihrer zehn Jahre älteren Schwester habe das Ganze missfallen, weshalb die Großmutter sie enterbt habe und der Schmuck an Barbara gegangen sei.

"Wir können in der Familiengeschichte vielleicht sogar sehr weit zurückgehen. Und zwar bis zum Jahr 1870", erklärt Expertin Wendela Horz (56).

Denn in dieser Zeit sei das ursprüngliche Schmuckstück aus 585er-Gold entstanden - ein Paar Ohrringe.

Die Brosche und der Ring waren ursprünglich ein Paar Ohrringe.
Die Brosche und der Ring waren ursprünglich ein Paar Ohrringe.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares": Verkäuferin versteht Goldschmied falsch

In den 1880er-Jahren seien die beiden Stücke dann zu einer Brosche und einem Ring umgearbeitet worden. Vermutlich, weil die neue Besitzerin keine Ohrlöcher gehabt habe, wie die Expertin meint.

Als es dann um den Wunschpreis geht, verweist Barbara auf ihre Schwiergerenkelin in spe, denn dieser habe sie die beiden Schmuckstücke vermacht.

Die Paderbornerin habe einen Goldschmied aufgesucht, der Brosche und Ring gemeinsam auf 4500 Euro geschätzt habe, wie sie erzählt.

Doch da kann die Sachverständige ganz und gar nicht mitgehen. Sie gehe davon aus, dass der Schmied an den Neuwert für eine Versicherung gedacht habe. Dazu müsse man die Teile jedoch neu anfertigen, was viel Arbeitszeit in Anspruch nehme.

Charlotte Eichmann weigert sich, den Schmuck zu verkaufen.

Charlotte Eichmann weigert sich, den Schmuck zu verkaufen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Schon als die Expertin den Goldeinkaufswert nennt, muss Charlotte schlucken, denn dieser betrage lediglich 350 Euro. Insgesamt taxiert Horz den Wert auf 800 Euro.

Trotzdem will die Kandidatin ihr Glück im Händlerraum versuchen. Dort bietet aber niemand mehr als 820 Euro. Plötzlich wird die zukünftige Schwiegerenkelin jedoch sentimental. "Ich glaube, Sie möchten das gar nicht verkaufen", stellt Elisabeth Nüdling (46) fest - und hat damit recht.

Charlotte ist nicht bereit, die beiden Schmuckstücke für den Preis herzugeben, und nimmt sie lieber wieder mit nach Hause - was jedoch einen Regelbruch darstellt, da sie sich zunächst bereit erklärt hatte, den Schmuck auch für 800 Euro zu verkaufen.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.

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