Bei „Bares für Rares“ sorgten zwei Designer-Stühle für einen besonderen Verkaufserfolg bei zwei Damen.
Mit diesen alten Stühlen hatte wohl niemand gerechnet! In der aktuellen Ausgabe von „Bares für Rares“ sorgt ein Designer-Duo aus den 1950er-Jahren für einen echten Überraschungserfolg. Besonders im Händlerraum geht der Preis am Ende durch die Decke.
Fundstück mit Geschichte
Magdalena aus Dortmund reist gemeinsam mit ihrer Nachbarin Vera zu Horst Lichter. Die beiden verbindet nicht nur ihre Nachbarschaft, sondern auch ein ganz besonderes Haus. Magdalena hat das ehemalige Haus von Veras Patentante übernommen. Genau aus der Erstausstattung dieses Hauses stammen auch die beiden Stühle, die nun bei „Bares für Rares“ vorgestellt werden. Bereits 1957 gehörten sie zur Einrichtung des Hauses.
Bei der Expertise wird schnell klar: Die Stühle sind alles andere als gewöhnliche Sitzmöbel.

Es handelt sich um sogenannte „Scissor Chairs“, die von Pierre Jeanneret entworfen wurden. Der Schweizer Architekt und Designer lebte von 1896 bis 1967. Sein Entwurf stammt aus dem Jahr 1946, produziert wurden die Stühle jedoch erst ab etwa 1948 beziehungsweise 1949. Besonders interessant: Jeanneret arbeitete eng mit seinem Cousin Charles-Édouard Jeanneret zusammen, der als Le Corbusier bekannt wurde.
Gefertigt wurden die Stühle von Knoll International. Ein roter Aufkleber an den Möbelstücken bestätigt die Herkunft.
Die Expertise übertrifft den Wunschpreis
Magdalena und Vera wünschen sich für das Designer-Duo rund 1.000 Euro. Doch die Bewertung fällt sogar noch besser aus. Für jeden einzelnen Stuhl wird ein Wert von 500 bis 700 Euro angesetzt. Insgesamt liegt die Schätzung damit bei 1.000 bis 1.400 Euro.
Mit dieser erfreulichen Expertise und der Händlerkarte geht es anschließend in den Verkaufsraum. Dort sorgen die besonderen Designer-Stühle sofort für großes Interesse. Die Gebote starten bei 200 Euro, steigen aber schnell an.
Immer mehr Händler wollen sich das seltene Duo sichern. Am Ende setzt sich Fabian Kahl durch und macht das Rennen. Sein finales Gebot: starke 2.300 Euro. Magdalena und Vera dürfte sich der Ausflug zu „Bares für Rares“ damit mehr als gelohnt haben.
Schwiegermuttis Geschenk sorgt für Überraschung im Händlerraum
Zuletzt sorgte ein Armreif bei „Bares für Rares“ für Aufsehen. Das Schmuckstück war ein Geschenk von Alexandras erster Schwiegermutter, getragen wurde es allerdings nie. Stattdessen lag es jahrelang im Schrank – bis jetzt.
Bei Horst Lichter kommt der Reif auf den Tisch und bei Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel zeigt sich schnell: Da steckt deutlich mehr drin als nur ein Erinnerungsstück. Am Ende liegt die Schätzung bei stolzen 3.600 bis 3.800 Euro.