Ein Paar bringt seltene Silberlöffel zu Horst Lichter. Diese Summe übertrifft am Ende sogar die Expertenschätzung deutlich.
Märchen werden bei „Bares für Rares“ plötzlich bare Münze: Birgit und Peter bringen sechs silberne Kinder-Tauflöffel mit zu Horst Lichter, verziert mit Motiven der Gebrüder Grimm. Das Familienerbstück, über Generationen weitergegeben, sorgt prompt für ein hitziges Bieterduell im Händlerraum.
„Bares für Rares“: Seltenes Löffel-Set mit Geschichte
Peter hatte die Löffel einst von seiner Mutter geschenkt bekommen, die sie wiederum von ihrer Tante geerbt hatte. Gefertigt wurden die detailreichen Stücke von Bruckmann & Söhne in Heilbronn, verziert mit Motiven wie Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Dornröschen, dem Gestiefelten Kater, Aschenputtel und dem Froschkönig.

Foto: Screenshot ZDF
Expertin Wendela Horz zeigte sich besonders erfreut über die erhaltene Originalschatulle, die den Sammlerwert zusätzlich steigerte. Auch die Gravur „H S“ verweise auf die lange Familiengeschichte des Sets, erklärte sie.
Händler bei „Bares für Rares“ liefern sich Bieterduell
Solche Kinderlöffel verschenkte man früher zur Taufe, sie galten als Symbol für Wohlstand. Damit wollten sie ausdrücken, dass das Kind niemals Hunger leiden müsse. Groß war da das Interesse im Händlerraum. Es entwickelte sich ein spannendes Bieterduell um das seltene Set. Am Ende wechselte es für 310 Euro den Besitzer und übertraf damit die Expertenschätzung von 250 Euro deutlich.
Neben den Märchen-Löffeln gab es in der Sendung weitere interessante Funde: Ein Verkäufer aus Neu-Ulm präsentierte ein Fliesen-Tableau mit Notre-Dame-Motiv aus der Zeit um 1900, geschätzt auf 1.000 bis 1.400 Euro. Eine Rentnerin aus Bremen brachte einen goldenen Armreif mit Opal-Tripletten mit, der über eine ausgewanderte Tante in die Familie kam – Expertenschätzung: 1.200 Euro.
Auch ein Rubinring aus einem Nachlass trieb die Händler bei „Bares für Rares“ zuletzt in ein hitziges Bietergefecht. Hier konnte der Kandidat über 10.000 Euro mit nach Hause nehmen.
Designer-Stühle glänzen bei „Bares für Rares“
Dass bei „Bares für Rares“ auch unscheinbare Alltagsgegenstände zu echten Verkaufsschlagern werden können, zeigte erst kürzlich ein anderer Fall: Zwei Designer-Stühle aus den 1950er-Jahren, entworfen vom Schweizer Architekten Pierre Jeanneret, sorgten für ein regelrechtes Bieterduell im Händlerraum.
Die Verkäuferinnen hatten sich für das Duo rund 1.000 Euro erhofft. Am Ende setzte sich Händler Fabian Kahl durch und zahlte stolze 2.300 Euro – mehr als doppelt so viel wie erwartet.