„Das beste Stück“ – Bei diesem „Bares für Rares“-Fund staunt selbst die Expertin

Ein Familienschatz aus dem 19. Jahrhundert überrascht sogar Expertin Wendela Horz. Wie viel Ehepaar aus Wertheim bei „Bares für Rares“ verdient.

Das Ehepaar Jan und Birgit aus Wertheim am Main hatte für den Auftritt bei „Bares für Rares“ zwei ganz besondere Schmuckstücke im Gepäck. Eine Brosche und ein Armband, die einst Birgits Mutter zu ihrem 18. Geburtstag von einem österreichischen Onkel geschenkt bekommen hatte. Doch schon nach der Expertise war klar: Das Ehepaar hatte den Wert des Erbstücks massiv unterschätzt.

 

 

„Bares für Rares“: Historischer Familienschatz stammt aus dem 19. Jahrhundert

Expertin Wendela Horz datierte das Ensemble auf die Zeit um 1850. Beide Stücke bestehen aus 585er-Gold. Die Brosche ist mit emaillierten Elementen versehen – allerdings wurde die ursprüngliche Schutzschicht offenbar bereits in der Vergangenheit ausgebessert und überlackiert. Dadurch hat sich ihr Erscheinungsbild verändert. Punzen oder andere eindeutige Hinweise auf Hersteller oder Herkunft lassen sich am Stück nicht finden.

Band
Ein Familienerbstück mit über 170 Jahren Geschichte: Die Brosche und das Armband aus 585er-Gold
Foto: Screenshot ZDF 

Besonders auffällig ist das Schmuckband. Durch einen Schiebemechanismus lässt sich die Weite individuell anpassen. Zudem ist es mit Diamanten im sogenannten Old-Mine-Cut besetzt, die zusammen ein Gewicht von mindestens einem Karat erreichen. Trotz einiger altersbedingter Gebrauchsspuren befindet sich das Ensemble insgesamt in einem guten Zustand.

„Bares für Rares“-Händler ringen um Familienschatz

Mit ihrer Preisvorstellung von 600 bis 800 Euro lagen Jan und Birgit deutlich unter dem tatsächlichen Wert. Bereits der reine Goldankaufswert wurde von Expertin Wendela Horz auf rund 2.500 Euro beziffert. Für die beiden Schmuckstücke zusammen setzte sie schließlich einen Wert von etwa 3.500 Euro an – deutlich mehr, als das Ehepaar erhofft hatte.

Im Händlerraum entwickelte sich anschließend ein spannendes Bieter-Duell. Die Verhandlungen starteten bei 2.300 Euro und kletterten schnell nach oben. Am Ende wechselte das historische Konvolut für stolze 3.000 Euro den Besitzer. Zugeschlagen hat Händlerin Elke Velten-Tönnies. Für Jan und Birgit dürfte das ein rundum zufriedenstellendes Ergebnis gewesen sein – deutlich mehr als das Vierfache ihrer ursprünglichen Preisvorstellung.

Auch bei einem Paar aus Bad Griesbach lief es zuletzt richtig gut. Ihr prunkvolles Erbstück-Collier mit 131-Karat-Citrin wechselte bei „Bares für Rares“ für satte 8.000 Euro den Besitzer.

„Bares für Rares“ kann für Verkäufer aber auch anders enden

Anders als bei Jan und Birgit läuft es bei „Bares für Rares“ nicht immer so glücklich. Erst vor wenigen Tagen musste Seniorin Brigitte aus Wuppertal die andere Seite der ZDF-Trödelshow kennenlernen. Sie brachte einen über 100 Jahre alten Spieluhr-Christbaumständer mit ins Studio – ein Familienstück, das ihr besonders am Herzen liegt. „Das ist das beste Stück, das wir hatten“, verriet sie Horst Lichter noch vor der Expertise.

Doch im Händlerraum folgte die kalte Dusche. Kein einziger Händler war bereit, mehr als 150 Euro für den Christbaumständer zu zahlen. Als Brigitte ihren Wunschpreis von 800 Euro nannte, hielten Waldi und seine Kollegen die Forderung für „völlig utopisch“ und schickten die Wuppertalerin samt Weihnachtsutensil ohne Deal wieder nach Hause. Immerhin nahm die Seniorin den Rückschlag mit Humor: „War schön bei Ihnen!“, rief sie den Händlern zum Abschied noch fröhlich zu.

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