Ein historisches Teleskop soll 15.000 Euro bringen. Bei Bares für Rares zeigt sich, was die Händler wirklich zahlen.
15.000 Euro will Annette Schwicking für ihr historisches Teleskop – am Ende fehlen ihr bei „Bares für Rares“ satte 7.000 Euro zum Wunschpreis. Trotzdem wird das rund 180 Jahre alte Stück zum Erfolg: Händler David Suppes zahlt 8.000 Euro und damit deutlich mehr, als die Experten erwarten.
„Bares für Rares“: Expertise holt Wunschpreis auf den Boden
In der ZDF-Sendung präsentiert Annette Schwicking ein großes Refraktorteleskop aus Messing auf einem Hartholzstativ. Sie hat es von ihrem Vater geerbt, der es bei der Auflösung eines Klosters der Steyler Missionare gekauft hatte. Die Aufschrift Mills verweist nach London, die Entstehungszeit wird vorsichtig auf die Zeit um 1850 datiert.

Das Teleskop ist vollständig und intakt. Mehrere Okulare ermöglichen eine 75- bis 300-fache Vergrößerung, ein Sucherfernrohr gehört ebenfalls dazu. Auch die gereinigten Linsen und die seltene originale Transportkiste überzeugen. Annette nennt zunächst 15.000 Euro als Wunschpreis. Die Expertise sieht den Marktwert jedoch nur bei 4.000 bis 6.000 Euro.
„Bares für Rares“: Händler treiben den Preis auf 8.000 Euro
Im Händlerraum sorgt das Teleskop sofort für Begeisterung. Die Gebote starten bei 1.000 Euro und erreichen schnell die obere Schätzung von 6.000 Euro. Danach geht es weiter nach oben, bis David Suppes schließlich 8.000 Euro bietet und den Zuschlag erhält.
Damit verfehlt Annette ihren Wunschpreis zwar deutlich, verkauft aber 2.000 Euro über der Maximalschätzung. Im Händlerkreis wird das Teleskop als „tolles Objekt“ und „sensationell schön“ gewürdigt. Aus den erhofften 15.000 Euro werden am Ende 8.000 Euro – für die Verkäuferin dennoch eine stolze Summe.
Nicht jeder Wunschpreis endet bei „Bares für Rares“ mit einem Deal
Dass ein deutlich zu hoch angesetzter Wunschpreis trotzdem noch zu einem guten Verkauf führen kann, zeigt Annettes Teleskop. Bei Brigitte aus Wuppertal lief es dagegen anders: Sie wollte für einen mehr als 100 Jahre alten Spieluhr-Christbaumständer 800 bis 1.000 Euro. Experte Detlef Kümmel hielt wegen des schlechten Zustands der Spieluhr noch 600 bis 800 Euro für realistisch.
Im Händlerraum lag das höchste Gebot jedoch nur bei 150 Euro. Als Brigitte ihren Wunschpreis von 800 Euro nannte, bezeichneten Walter „Waldi“ Lehnertz und seine Kollegen die Forderung als „völlig utopisch“. Anders als Annette verließ die Seniorin die Sendung deshalb ohne Verkauf und nahm ihr Familienstück wieder mit nach Hause.
