Armband mit Macken – doch Verkäuferin glänzt bei „Bares für Rares“

Bei „Bares für Rares“ zögern die Händler wegen beschädigter Steine. Doch dann greift Verkäuferin Rosemarie selbst ein.

Zitterpartie im Händlerraum von „Bares für Rares“: Erst mauern die Händler bei einem Saphir-Armband – dann sorgt Verkäuferin Rosemarie mit einem einzigen Einwand dafür, dass der Preis noch einmal klettert.

„Bares für Rares“: Händler zögern bei beschädigtem Saphir-Armband

Die 76-jährige Rosemarie aus Uetze bringt ein Erbstück aus der Familie ihres verstorbenen Mannes mit in die Show von Horst Lichter: ein Weißgold-Armband mit oval facettiertem Saphir von rund 0,9 Karat, umrahmt von acht Brillanten. Die Expertise verortet das Schmuckstück aus der italienischen Schmuckregion Vicenza in die späten 1960er-Jahre und taxiert den Wert auf 2.400 bis 2.600 Euro. Allein das Gold ist bei 21,8 Gramm rund 1.970 Euro wert.

Armband
Mit dem Erlös für das Armband will Rosemarie ein Wochenende mit ihrem Sohn verbringen Foto: Screenshot ZDF 

Doch das Armband hat Macken: Der Saphir ist an einer Facette angeplatzt, eine Krappe abgebrochen, ein Brillant beschädigt. Genau das bremst die Händler. Das Bieten startet bei 2.000 Euro und kommt bei 2.050 Euro fast zum Erliegen, deutlich unter der Expertise.

Rosemarie pokert – und kassiert ordentlich ab

Rosemarie lässt sich davon nicht beirren. Sie verweist im Händlerraum auf die Schätzung und siehe da: Es wird noch einmal nachgelegt. Am Ende erhält sie 2.200 Euro und schlägt zufrieden ein. Mehr, als sie sich erhofft hatte: Mindestens 1.500 Euro wollte sie, mit 2.000 Euro wäre sie glücklich gewesen.

 

Das Geld hat bereits ein Ziel: Rosemarie plant ein Wochenende in München mit ihrem Sohn, „weil der so viel Gutes“ für sie getan habe. Der Rest fließt in ihr Zuhause. Damit reiht sich ihr Auftritt in die Reihe der emotionalen Momente bei „Bares für Rares“ ein, die die ZDF-Trödelshow immer wieder liefert.

„Bares für Rares“: Pikanter Dachboden-Fund sorgt für Aufsehen

Nicht immer sind es Schmuckstücke, die bei „Bares für Rares“ für Aufsehen sorgen: Erst kürzlich brachte ein Ehepaar aus Helmbrechts einen pikanten Dachboden-Fund mit ins Studio – neun rund 100 Jahre alte Erotik-Hefte des Männer-Magazins „Reigen“. Horst Lichter reagierte prompt mit einem „Ouh!“, Experte Detlev Kümmel schwärmte: „Es ist Kunst, es ist lebensfroh, es ist frivol.“

Und auch hier zeigte sich der Händlerraum spendabel: Statt der geschätzten 180 bis 270 Euro sicherte sich David Suppes die Sammlung am Ende für 350 Euro. Früher wären die Hefte laut Lichter übrigens „nur unter der Ladentheke“ verkauft worden – für damals stolze zwölf bis 15 Mark.

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