Ein schwerer Jade-Goldarmreif von einer Ärztin und einem Physiker aus Unterfranken sorgt für Aufsehen bei „Bares für Rares“. Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda ist begeistert.
Köln – In der Folge der beliebten ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Moderator Horst Lichter vom 7. April bringen Dr. Carmen Brunner und Dr. Karl Brunner aus Würzburg einen opulenten Goldarmreif mit einem geschnitzten Jadeit zum Verkauf in das Walzwerk in Pulheim bei Köln. Händlerin Elisabeth Nüdling aus Fulda ist begeistert.


Jüngst hatte indes mal wieder eine klassische „Bares für Rares“-Geschichte in der Trödelsendung gegeben. Ein Schüler aus Frankfurt fand zufällig ein wertvolles Gemälde auf der Straße. In der ZDF-Sendung avancierte der Junge aus Hessen dann zu einem echten Glückspilz. Das Bild war über 100 Jahre alt und wertvoll.

Ärztin und Physiker begeistern Händlerin mit schwerem Goldschmuck
Doch zurück zu dem zweifarbigen 750er-Goldarmreif mit geschnitztem Jadeit aus China und kleinen Diamanten. Das Ehepaar aus Unterfranken verkauft ein Erbstück der Großmutter. Sie hatte sich einst in München in das Schmuckstück verliebt, obwohl es für sie „deutlich zu teuer“ war. Nach einem Jahr Bedenkzeit kaufte sie den Armreif dann aber doch.
Das Schmuckstück hat nicht nur „Gewicht“, wie Horst Lichter meint, sondern hat auch etwas Besonderes, findet „Bares für Rares“-Expertin Heide Rezepa-Zabel, die schätzt, dass das Schmuckstück aus den 1950er Jahren stammt. „Es vermittelt einen orientalischen, asiatischen Eindruck“, führt die Sachverständige aus.
Es ist aus 750er Gelbgold. Heide Rezepa-Zabel lobt auch die Schitzarbeit aus Jade, in einer erfrischenden chromgrünen Farbe. Geschnitzt wurde ein Pfingstrosenmotiv. Laut der Expertin beläuft sich der reine Goldwert auf 7350 Euro. Insgesamt schätzt die Kunsthistorikerin den Wert des Armreifs in gutem Zustand auf 7700 bis 8000 Euro.
Im „Bares für Rares“-Händlerraum, in dem Sarah Schreiber, die kürzlich nach einer langen Babypause zurückkehrte, dieses Mal nicht dabei ist, platziert die Verkäuferin, die früher als Ärztin arbeitete, den opulenten Goldarmreif zielgerichtet direkt vor Elisabeth „Lisa“ Nüdling. Die Fuldaerin ist Gutachterin für Diamanten und handelt gerne mit Schmuck.
„Wow! Das ist ja toll, geschnitzte Jade“, zeigt sich Elisabeth Nüdling begeistert von dem schweren Goldschmuck, den die Ärztin und der Physiker mitgebracht haben. „Der ist wirklich stark! Der ist wirklich ein Knaller!“, sagt die Kunsthistorikerin, nachdem sie den Goldarmreif am rechten Handgelenk anprobiert hat.

Wolfgang Pauritsch gibt das erste Gebot ab – 6500 Euro. „Es ist eine tolle Kombination. Dieses Pink, dieses Grün, das Gelbgold“, schwärmt Elisabeth Nüdling weiter von dem Objekt. Über vier weitere Gebote (6900 Euro, 7200 Euro, 7300 Euro, 7400 Euro) bekommt die Händlerin aus Fulda schließlich den Zuschlag.

Doch mit dem Schwärmen macht die Kunsthistorikerin aus Osthessen weiter. „Wirklich ein spannendes Stück“, freut sie sich über den Kauf. „Wirklich cool! Das ist schon ein Hingucker!“ Auch das Verkäufer-Ehepaar zeigt sich zufrieden. „Es war schön. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause“, sagt Carmen Brunner.
Am 7. April werden weitere Raritäten bei „Bares für Rares“ verkauft: drei zusammensteckbare Ringe von Margret aus der Altmark und ihrem Sohn Torsten aus Lüneburg, eine zahnärztliche Tretbohrmaschine von Jennifer und Julia aus Lübeck. Vero und Rolf aus Nordrhein-Westfalen verkaufen ein Kunstwerk des Künstlers Leslie G. Hunt. Und Miro aus Brake verkauft einen Goldscheider-Terrier-Aschenbecher.