Die aktuelle Geschichte um den Sorgerechtsstreit zwischen Vanessa Steinkamp (Julia Augustin) und Christoph (Lars Korten) bewegt derzeit viele „Alles was zählt“-Fans. Doch kaum jemand ahnt, dass die Dreharbeiten auch für Kilian-Reichenbach-Darsteller Marc Dumitru zu einer echten emotionalen Herausforderung wurden. Im RTL-Interview spricht der Schauspieler jetzt so offen wie selten über seine eigene Kindheit – und erklärt, warum ihn ausgerechnet diese AWZ-Handlung besonders getroffen hat.
Die Geschichte erinnert ihn an seine eigene Kindheit
In der Serie versucht Kilian Reichenbach als Vanessas Anwalt, sie im Sorgerechtsstreit um ihren Sohn Henry zu unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, bei welchem Elternteil Henry künftig leben soll.
Für Marc Dumitru war diese Geschichte jedoch weit mehr als nur eine Rolle. Der Schauspieler ist selbst Scheidungskind und kennt die Situation aus eigener Erfahrung.
„Das Herausforderndste, was ich bisher gedreht habe, war wirklich diese Szene“, verrät er im RTL-Interview. Marc Dumitru musste selbst vor Gericht aussagen
Besonders schmerzhaft: Als Kind musste Marc Dumitru selbst einen Sorgerechtsstreit seiner Eltern miterleben. Er erinnert sich daran, dass er damals sogar vor Gericht aussagen musste: „Ich bin auch vor Gericht gewesen und habe Dinge gesagt, die vorher geübt wurden.“
Beim Lesen des Drehbuchs wurde ihm plötzlich bewusst, dass sich ähnliche Gespräche vermutlich auch damals zwischen seinen Eltern abgespielt haben.
Eine Erkenntnis, die ihn tief berührte: „Ich hatte lange an dieser Szene zu kämpfen.“
„Das vergisst du nie“
Auch heute begleiten ihn die Erlebnisse aus seiner Kindheit noch.
Vor allem in Situationen, in denen er unter Druck steht oder Angst verspürt, würden die Erinnerungen wieder hochkommen.
„Das ist so tief verankert, das vergisst du nie.“
Besonders eine Szene rund um Henry habe ihn emotional völlig überwältigt. Dabei geht es um die Frage, ob ein Kind vor Gericht beeinflusst werden sollte, wenn es entscheiden muss, bei welchem Elternteil es künftig leben möchte.
„Die Leidtragenden sind immer die Kinder“
Für Marc Dumitru steckt genau darin die eigentliche Tragik.
Kinder würden bei Trennungen häufig zwischen die Fronten geraten, obwohl sie am wenigsten für den Konflikt der Erwachsenen könnten.
„Die Leidtragenden sind immer die Kinder“, ist er sich sicher. Dabei spiele es keine Rolle, ob ein Kind zwei, acht oder 16 Jahre alt sei. Die Erfahrungen blieben oft ein Leben lang.
Mit seiner Offenheit möchte der Schauspieler deshalb auch anderen Betroffenen Mut machen und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sehr Kinder unter Rosenkriegen leiden können.
Auch bei AWZ spitzt sich der Sorgerechtsstreit weiter zu
Passenderweise eskaliert die Geschichte auch in der Serie immer weiter.
Christoph möchte Henry deutlich früher als geplant nach Seoul zurückholen, während Vanessa um jede gemeinsame Zeit mit ihrem Sohn kämpft. Als Anwalt versucht Kilian, zwischen juristischen Möglichkeiten und persönlichen Emotionen zu vermitteln – und gerät dabei selbst immer stärker zwischen die Fronten.
Für Marc Dumitru ist diese Handlung deshalb weit mehr als nur ein weiterer Dreh. Sie erinnert ihn an einen Teil seiner eigenen Geschichte, den er bis heute nicht vergessen hat.
Sendehinweis zu „Alles was zählt“
„Alles was zählt“ (AWZ) wird montags bis freitags um 19:05 Uhr auf RTL ausgestrahlt. Auf RTL+ sind neue Folgen als Online-Preview meist eine Woche vor der TV-Ausstrahlung verfügbar. Die Streaming-Plattform bietet zudem alle bisherigen Episoden als Video-on-Demand an.
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