Ursula Völpel reist für ihre Tante zu „Bares für Rares“. Doch im Studio fällt eine Entscheidung, bevor es überhaupt in den Händlerraum geht.
Ursula Völpel aus Würselen bringt bei „Bares für Rares“ eine Brosche ihrer Tante mit – und verlässt die Show früher als gedacht. Der Grund: Wunschpreis und Expertenschätzung liegen deutlich auseinander.
„Bares für Rares“: Kandidatin hat eine klare Vorgabe
Ursula Völpel trat nicht für sich selbst an, sondern für ihre Tante. Die hatte ihr die Brosche mitgegeben, die sie vor rund 40 Jahren von ihrem Mann bekommen hatte. Dazu kam eine klare Preisvorstellung: 300 Euro sollte das Schmuckstück einbringen.

Zu Beginn wirkte die Brosche vielversprechend. Expertin Heide Rezepa-Zabel sagte zu Horst Lichter: „Schau mal, ist das zauberhaft.“ In der Mitte war die Darstellung einer jungen Frau zu sehen, gemalt auf eine vergoldete Scheibe. Echtes Gold war es aber nicht.
Expertin Heide Rezepa-Zabel nennt ihren Schätzpreis
Heide Rezepa-Zabel ordnete das Schmuckstück Frankreich oder Belgien zu und datierte es ungefähr auf die Jahre zwischen 1900 und 1915. Wertvoll genug für den Wunschpreis war es aus ihrer Sicht aber nicht. Der Silberwert lag demnach nur bei rund acht Euro. Außerdem handelte es sich um eine Glasschmelze aus serieller Fertigung.
Die Expertin erklärte: „Dem kann ich leider nicht zustimmen. Mein Schätzpreis liegt hier bei Rückführung in den Handel bei 100 bis 150 Euro.“ Damit war die Grenze der Tante unterschritten. Ursula Völpel entschied sich gegen den Verkauf und sagte: „Dann kommt es wieder mit nach Hause.“
Schale erzielt deutlich mehr als die Expertise
Ganz anders lief es beim Vater-Tochter-Gespann aus Baden-Baden brachte dort eine filigrane Glas-Schale aus der französischen Glashütte Daum Frères in Nancy mit. Laut Expertise stammt das Jugendstil-Stück aus der Zeit zwischen 1905 und 1915. Das Markenzeichen mit dem Lothringer Kreuz bestätigte Herkunft und Alter der Schale.
Die Verkäufer hatten die Schale einst zufällig für nur drei Euro auf einem Flohmarkt entdeckt. Expertin Heide Rezepa-Zabel schätzte den Wert auf 700 bis 900 Euro. Im Händlerraum stieg der Preis jedoch weiter: Am Ende kaufte Elke Velten-Tönnies das Stück für 1.000 Euro – und damit sogar über der ursprünglichen Schätzung.