Bei „Bares für Rares“ ziert ein edler Perlenring den Expertisentisch. Doch ein Satz der Verkäuferin ist kaum zu glauben!
Bei der ZDF-Kultshow „Bares für Rares“ zählen edle Schmuckstücke zu den ganz großen außergewöhnlichen Highlights. Oft wechseln sie für horrende Summen den Besitzer und lassen die Augen von Händlern und Zuschauern glänzen.
Und wie sollte es anders sein: Auch in der Ausgabe vom 11. September spielt ein edler Ring die Hauptrolle. Doch diesmal ist es vor allem die unglaubliche Geschichte der Verkäuferin, die aufhorchen lässt.
„Bares für Rares“-Teilnehmerin kann sich vor Perlenringen kaum retten
Die Neusserin Ellen Buchner ist mit ihrem Enkelsohn Alexander angereist, um sich von einem 585er-Weissgold-Perlenring mit zwei integrierten Diamanten, einem Erbstück von ihrer Tante, zu trennen. Seit unglaublichen 60 Jahren ist er in ihrem Besitz.
„Warum gibst du den Perlenring weg?“, möchte Horst Lichter neugierig wissen. Doch was dann kommt, überrascht selbst den erfahrenen Moderator: „Weil ich den dreimal habe – mit Opalsteinen und weiß ich nicht, wie vielen Steinen. Ich habe jetzt aufgeräumt und gedacht: ‚Darauf kannst du verzichten‘“, erklärt Ellen ganz gelassen.
Gleich dreimal denselben Ring? Solche Sätze hört man bei „Bares für Rares“ nicht alle Tage. Sachverständige Wendela Horz nimmt ihn genau unter die Lupe: „Dieses Stück hat man in mindestens 85 Prozent aller Schmuckkästchen in den 1960er-Jahren finden können. Das war so der klassische Perlenring zu der Zucht-Perlenkette“, erklärt sie.
Wie hoch fällt der Wert des edlen Schmuckstücks aus?
Klingt ja auf den ersten Blick nicht nach einem raren Schatz. Obwohl der Ring eine sehr große Perle hat, lässt der Zustand zu wünschen übrig. So sind einige Kratzer zu erkennen. Für sein Alter macht er aber noch einen guten Eindruck. „Ich würde mir zwischen 500 und 1000 Euro wünschen“, platzt es aus Ellen heraus.
Wendela Horz sorgt für Erleichterung, sie taxiert ihn auf 600 Euro. Und es ist ja allseits bekannt, dass sich unter den Händlern echte Schmuck-Enthusiasten befinden. Vielleicht entfacht der Ring ja doch noch Faszination und löst am Ende sogar einen kleinen Geldregen aus.
Im Händlerraum folgt die große Ernüchterung
Elke Velten-Tönnies gerät sofort ins Schwärmen: „Ein wunderschöner Brillant-Perlenring.“ Doch dann folgt die Ernüchterung: Mühsam überbieten sich Fabian Kahl und Elke. Am Ende stehen magere 470 Euro zu Buche.
Elke macht schließlich das Rennen und nicht mit allzu großer Freude verlässt das Oma-Enkel-Duo den Händlerraum. Doch Grund zur Enttäuschung gibt es kaum: Ellen hat den Ring ja noch zweimal zu Hause und darf sich trotzdem über eine ordentliche Bargeldsumme freuen.