Susanne und Thomas bringen bei „Bares für Rares“ einen Design-Hocker von Herzog & de Meuron – und erzielen weit mehr als erwartet.
Ein Hocker – aber kein gewöhnlicher. Susanne und Thomas aus Gallin in Mecklenburg-Vorpommern brachten bei „Bares für Rares“ ein Designstück mit, das auf den ersten Blick schlicht wirkt und auf den zweiten Designgeschichte erzählt.
Design-Hocker von Herzog & de Meuron sorgt bei „Bares für Rares“ für Aufsehen
Das Möbelstück entstand 2005 – in Zusammenarbeit des renommierten Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron mit dem Designermöbel-Hersteller Vitra. Verleimtes Birkenholz, weiß lackiert, mit skulpturaler Wirkung. Altersbedingt zeigt die Lackierung an einigen Stellen Vergilbungen, doch das tut dem Charakter des Stücks keinen Abbruch. Die Expertise bezifferte den Wert auf 350 bis 450 Euro – wobei aus vergleichbaren Fällen auch Preise bis zu 1.000 Euro bekannt sind.

Im Händlerraum entwickelte sich schnell ein lebhafter Bieterwettstreit. Der Preis stieg stetig – und landete am Ende bei 550 Euro, deutlich über dem Wunschpreis des Paares von 350 Euro. Susanne und Thomas zeigten sich ausgesprochen zufrieden. Ein ungewöhnliches Erbstück findet einen neuen Besitzer – und den richtigen Preis.
Bei „Bares für Rares“ landet nicht nur Design – manchmal auch die Macht
Vom Hocker gehauen hat der Händlerraum bei „Bares für Rares“ auch schon ganz anderes. Max aus Berlin brachte eine lebensgroße Promofigur von Galen Marek alias Starkiller aus dem Jahr 2010 mit – einst bei einem Radiosender gewonnen, auf Drängen seiner Freunde ins Walzwerk gebracht. Die Figur aus Fiberglas wurde von der Firma Muckle Mannequins bei Mannheim gefertigt und stammt aus dem Star-Wars-Videospiel „The Force Unleashed“. Expertin Annika Raßbach taxierte den Wert auf 1.000 bis 1.500 Euro.

Im Händlerraum war das Interesse groß – die Gebote blieben jedoch unter der Schätzung. Kunsthändler Jos van Katwijk sicherte sich Starkiller am Ende für 600 Euro. Max zeigte sich trotzdem zufrieden. Was er mit dem Geld vorhat, weiß er auch schon: ein neues Regal. Aus einem Radiogewinn wurde ein solider Verkauf – und Starkiller findet ein neues Zuhause.
Smaragdring aus den 1930ern begeistert Händler und Expertin
Deutlich mehr Glück hatte Bianca Wagner aus Rheinland-Pfalz. Sie brachte einen Smaragdring aus den 1930ern mit – kolumbianischer Smaragd, Diamanten im Altschliff, alles in 585er-Gold. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel war sofort begeistert: „Der ist richtig lebendig – der vibriert.“ Horst Lichter kommentierte trocken: „Gut, dass du den nicht im Stall getragen hast.“ Die Expertise lag bei 1.600 bis 1.800 Euro.
Im Händlerraum wollten fast alle Händler das Stück haben. David Suppes setzte sich am Ende für 2.150 Euro durch – deutlich über der Schätzung. Bianca freute sich: „Ist super gelaufen.“ Bei „Bares für Rares“ weiß man eben nie, was in einer alten Schublade steckt.