Debakel bei „Bares für Rares”: Ehepaar will Fantasiepreis und schlägt Händlerkarte aus

Ehepaar Kandemir brachte ein Gemälde mit höchst kurioser Geschichte zu  „Bares für Rares“, konnte damit beim Experten allerdings nicht in dem Umfang punkten wie erhofft.

Assu und Mehmet Kandemir aus Frechen traten bei „Bares für Rares“ mit einem rund 100 Jahre alten Gemälde an, zumindest war das ihre Annahme. Das Ehepaar erzählte Moderator Horst Lichter, das Werk einst von einer älteren Dame geschenkt bekommen zu haben und war davon überzeugt, dass es ein stattliches Sümmchen im Händlerraum einspielen könnte.

Experte Colmar Schulte-Goltz zeigte sich bei seiner Einschätzung allerdings zurückhaltend. Zwar bezeichnete er das Bild als sehr dekoratives Gemälde, bei Herkunft und Künstler blieben jedoch viele Fragen offen. Eine Entstehung um 1900 hielt der Sachverständige für plausibel.

Auch bei der Zuordnung tat sich Schulte-Goltz schwer. Auf der Rückseite fand sich zwar ein Hinweis auf den Berliner Künstler Paul Heydel, eine eindeutige Bestätigung fehlte aber wegen der nicht vorhandenen Signatur auf der Vorderseite.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten darüber hinaus mehrere Beschädigungen am Bild. Auf Nachfrage berichtete Assu Kandemir schließlich die ungewöhnliche Geschichte dahinter: Der Ehemann der früheren Besitzerin habe wohl betrunken um sich geschossen und dabei auch das Gemälde getroffen.

Bares für Rares Gemälde

Trotz reichhaltiger Kettenpracht waren hier keine 7.000 Euro zu holen

Wunsch und Wirklichkeit liegen zu weit auseinander

Trotz der sichtbaren Schäden setzten die Kandemirs den Wunschpreis hoch an. Satte 7000 Euro wollte das Paar für das Bild haben. Für Schulte-Goltz war diese Summe allerdings nicht realistisch. Seine Expertise lag lediglich bei 1500 bis 2000 Euro.

Damit platzte die Hoffnung auf einen lukrativen Verkauf schnell. Für den geschätzten Betrag wollten die Eheleute das Gemälde nicht abgeben. Sie schlugen die Händlerkarte aus und zeigten sich dabei überraschend erleichtert. Wer weiß, vielleicht wollten sie insgeheim gar nicht verkaufen und haben sich durch ihren Fantasiepreis unbewusst vor einem solchen Schritt geschützt.

„Bares für Rares“ läuft an Werktagen um 15:05 Uhr im ZDF. Wiederholungen strahlt der Ableger ZDF Neo um 10:55 Uhr sowie um 19:20 Uhr aus.

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