Erst First Class, dann „Bares für Rares“: Dalí-Porzellan-Stück landet im Händlerraum

Ein Aschenbecher von Salvador Dalí kommt zu„Bares für Rares“. Einst ein Geschenk für Air-India-Passagiere der First Class.

Salvador Dalí und Air India – eine Kombination, die man nicht jeden Tag bei „Bares für Rares“ sieht. Chris aus der Nähe des Tegernsees bringt ein Stück mit, das jahrelang in seiner Vitrine stand und jetzt für Aufsehen sorgt.

Dalí-Aschenbecher aus Air-India-Aktion bei „Bares für Rares“

Chris brachte einen Aschenbecher aus Biskuitporzellan mit – entworfen von Salvador Dalí, hergestellt 1967 im Auftrag von Air India. Damals wurde das Stück an Passagiere der First Class verschenkt. Schwäne, Elefanten, surreale Formen – Experte Colmar Schulte-Goltz erkannte sofort die typische Handschrift des Künstlers. Ursprünglich war eine Auflage von 500 Exemplaren geplant, wegen der großen Nachfrage wurden am Ende über 800 Stück gefertigt.

Dieses Dalí-Stück hat schon First-Class-Luft geschnuppert Foto: Screenshot ZDF

Da das Objekt jahrelang unberührt in einer Vitrine stand, war der Zustand entsprechend gut. Schulte-Goltz schätzte den Wert auf 450 bis 500 Euro.

„Bares für Rares“: Dalí-Stück fliegt in neue Hände

Im Händlerraum entwickelte sich ein lebhaftes Bietergefecht – am Ende fiel der Hammer bei 360 Euro. Unter der Schätzung, aber Chris zeigte sich zufrieden. Das Sammlerstück kommt in gute Hände, das Geld soll in den nächsten Urlaub fließen.

Nicht nur Kunstobjekte von Weltrang landen bei „Bares für Rares“ – manchmal steckt auch in scheinbar gewöhnlichem Schmuck mehr Geschichte als erwartet. Pierre aus Fürth brachte kürzlich ein Goldarmband mit, das er 2020 bei einer Auktion ersteigert hatte – ohne zu wissen, was es wirklich war.

Zarenschmuck bringt mehr als die Expertise

Das elastische Armband aus 583er-Gold, das Pierre zu „Bares für Rares“ brachte, wurde 1855 als Trauerschmuck für das adelige Umfeld von Zar Nikolaus I. gefertigt. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzte den Wert auf 3.000 bis 4.000 Euro.

Im Händlerraum entwickelte sich ein lebhaftes Bietergefecht. Händler Benjamin Leo setzte sich am Ende für 4.800 Euro durch – deutlich über der Schätzung und weit über Pierres Wunschpreis. „Mit so viel Geld hätte ich nicht gerechnet. Ich bin richtig glücklich“, sagte Pierre. Aus einem Zufallsfund wurde ein echter Verkaufscoup.

Zuletzt hatte ein vermeintlich königlicher Prunkschild bei „Bares für Rares“ für Aufsehen gesorgt – doch der „Familienschatz“ war ein Replikat und brachte am Ende nur 80 Euro.

Leave a Comment